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zurückZucker und andere Süßigkeiten A-Z:

Acesulfam :

Ein künstlicher Süßstoff.

Süßstoffe sind chemische Verbindungen mit einer Süßkraft, welche diejenige des Zuckers um das Zehn- bis etwa Fünfhundertfache überschreitet und die mit Ausnahme des
Aspartam keinen Brennwert (Joule / Kalorien) haben. In Verbindung mit anderen Süßstoffen wirken sie synergistisch, das heißt, diese Süßstoff - Kombination sind süßer als die Summe der einzelnen Süßstoffe.

Acesulfam wurde 1967 entdeckt. Es ist etwa 130 bis 200mal süßer als Zucker; der Zuckergeschmack ist sehr zuckerähnlich. In höheren Dosierungen kann es einen leichten Nachgeschmack hinterlassen.

Aspartam:

Ein künstlicher Süßstoff. Enthält
Phenylalanin.

Aspartam wurde 1965 entwickelt. Seine Süßkraft ist etwa 200mal höher als diejenige von Haushaltszucker.

Der Geschmack ist zuckerähnlich, zudem verstärkt und intensiviert Aspartam Aromen, besonders das Zitrus- und Fruchtaroma. Da es den Eiweißbaustein Phenylalanin enthält, hat es auch einen geringen Energiewert.

Cyclamat:

Cyclamate sind chemische Verbindungen, die in Form von Natrium- und Calciumcylamaten als Süßstoffe angewendet werden.

Erstmals wurden die weißen, geruchlosen, rein süßschmeckenden Kristalle 1937 entdeckt und seither vorzugsweise zum kalorienfreien Süßen verschiedener Getränke benutzt. Ihre Süßkraft ist etwa 30 mal höher als die des Zuckers; die Verbindung des Cyclamats mit anderen Süßstoffen ergibt eine höhere Süßkraft als die Summe der einzelnen Komponenten (= synergistische Wirkung). Diese Wirkung, die allen Süßstoffen zu eigen ist, wird von verschiedenen Herstellern genutzt, Mischpräparate anzubieten, wie z.B. Saccharin - Cyclamat - Mischungen, die im Verhältnis 1 : 10 etwa 100 mal süßer sind als Zucker.

Fructose, Lävulose, der Fruchtzucker C6H12O6 :

Fructose ist ein natürliches, durch Hefen vergärbares Monosaccharid ("Einzelmolekül-Zucker"), optisch aktiv, und zwar linksdrehend, ergibt bei Reduktion D-Sorbit und D-Mannit.

Es kommt in Früchten, Gemüse und Honig, sowie -gebunden- in
Glykosiden (Pflanzenzuckern), z.B. mit Glucose als Saccharose und als Fruchtzuckerkette, z.B. Inulin in Knollen und Wurzeln vor.

Es wird nur langsam im Darm resorbiert, kann im Körper durch enzymatische Umwandlung von
Glucose synthetisiert werden und dient als Süßmittel für Diabetiker, da es zunächst ohne Insulin verwertet werden kann.

Die Süßkraft von Fructose ist etwas höher als die des Haushaltszuckers (
Saccharose), ist leicht wasserlöslich, pulvrig, weiß, geruchlos und eignet sich zum Kochen und Backen, wobei sich die Bräunung der Backwaren deutlich erhöht. Ein Gramm Fructose hat einen Energiewert von 2 bis 4 kcal, was dem gleichen Gehalt der Glucose und Maltose entspricht. Alle drei verursachen wie Saccharose Karies. Nur der Milchzucker (Lactose, aus je einem Molekül Glucose und Galactose) und Weizenstärke sind weniger kariogen.

Glucose, Dextrose, Glykose, Stärke-, Traubenzucker, Glc, C6H12O6 :

Jeder weiß, was "Zucker" ist. Den Theorienaschkatzen, lernhungrigen Honigbären und wissensdurstigen Schleckermäulchen sei über die Süßigkeit noch gesagt: Glucose ist ein mit Galaktose stereoisomeres Monosaccharid, durch Hefen vergärbar, optisch aktiv, kommt frei und gebunden vor (z.B. als Baustein von Glykogen, Stärke, Cellulose, Dextran, Glykosiden, Nucleotiden und Glycolipide); gelangt aus dem Dünndarm über die Pfortader zur Leber und wird z.T. ins Blut abgegeben, z.T. - zu Glykogen umgewandelt - in Muskel und Leber gespeichert, z.T. in Fett umgewandelt und gespeichert.

Ihre stoffwechselaktive Formen Glucose-6-phosphat und UDPG stehen zur Energiegewinnung zur Verfügung: Abbau zu
CO2 u. H2O durch Glykolyse, Citratzyklus und oxidative Phosphorylierung oder durch Pentosephosphatzyklus (= "Energiegewinnungsmechanismen").

Also Zucker ist ein Energielieferant. Ein Gramm enthält etwa 4 kcal, aber keine Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe.

Die Zellen des Gehirns arbeiten
nur durch die Energiegewinnung aus Traubenzucker. Dieser kann auch langsam aus Stärke, einem nur aus Glucosemolekülen aufgebauten Polysaccharid, im Körper hergestellt werden. Was sich günstiger auf den Organismus auswirkt, denn Traubenzuckeraufnahme bewirkt einen raschen Blutzuckeranstieg, worauf Insulin zur Einschleusung des Zuckers in die Zellen in höherer Menge als nötig ausgeschüttet wird. Was folglich ein rasches Absinken des Blutzuckerspiegels und ein sich erneut einstellendes Hungergefühl zur Folge hat.
Außerdem wirkt sich ein hoher Insulinspiegel vor dem Sport nachteilig auf die Leistungsfähigkeit aus, da es die Fettverbrennung hemmt.
Aus der Verbrennung (gespeicherten) Fettes gewinnt der Körper nach längerer Belastung von über einer Stunde Energie, um die zum Endspurt nötigen Glykogenspeicher zu schonen. Durch die Hemmung der Fettverbrennung werden die Glycogenspeicher vorzeitig zu schnell aufgebraucht.

Das
Vitamin B1 (Thiamin) wird zum Abbau des Zuckers benötigt; bei stark zuckerhaltiger Kost können darum Vit. B1-Defizite entstehen.

Honig:

Bevor man die Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben, bzw. Zuckerrohr erlernte, war Honig das einzige bekannte Süßungsmittel und deshalb ein wertvolles Handelsgut. Die Honigernte wurde schon frühzeitig von den Menschen betrieben, wie früheste Höhlenmalereien beweisen. Sein Wert wird im Alten Testament und von den Ägyptern der Antike beschrieben. Bei vielen Völkern galt Honig als göttlich und heilkräftig, und auch wenn seine Wirksamkeit streng wissenschaftlich nur schwer zu beweisen ist, trägt er doch zum subjektiven Wohlergehen bei.

Neben Invertzucker (ca. 70 Prozent), einem Gemisch aus Einzelmolekülen Fructose und Glucose, besteht Honig bis zu 21 Prozent aus Wasser, anderen Zuckersorten, Mineralstoffen, Enzymen, Säuren, diversen organischen Verbindungen und zahlreichen sortenspezifischen Aromastoffen, die ihm seinen charakteristischen Geruch und Geschmack verleihen.

Die Süßkraft des Invertzuckers ist stärker als die des Haushaltszuckers. Das hilft beim Süßen Kaloriensparen: 100 Gramm Honig liefern 300 kcal bzw. 1270 kJ.

Es gibt verschiedene Honigsorten; grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig (= Waldhonig). Ersterer entsteht aus Blütennektar, letzterer aus Honigtau, den zuckerreichen Absonderungen pflanzensaugender Insekten, die von den Bienen aufgenommen, mit körpereigenen Sekreten bereichert und verändert, in die Waben gebracht werden und dort reifen.

Eine Biene kann von diesen Säften etwa 50 Milligramm in ihrer Honigblase speichern. 100 Blütenbesuch ergeben einen Ertrag von 20 Milligramm Honig.

Je nach Pflanzenangebot, Region, Witterung und Jahreszeit gibt es ein großes Angebot an Honigsorten, z.B.: Obstblütenhonig, Löwenzahnhonig, Edelkastanienhonig, Kleehonig, Lindenhonig, Akazienhonig = Robinienhonig, Heidehonig, Waldhonig und Tannenhonig.

Das Auskristallisieren der Glucose im Honig ist ein natürlicher Vorgang, der je nach Honigsorte früher oder später stattfindet. Man kann ihn rückgängig machen, indem man den Honig im Wasserbad mit höchstens 40 °C erwärmt. Ein Qualitätsbeweis ist eine trockene Oberfläche im auskristallisierten, "kandierten" Zustand. Hellere Flecken auf der Oberflåche sind ebenso harmlos; sie entstehen durch Lufteinlagerungen zwischen den Honigkristallen. Honig hält sich bei richtiger Aufbewahrung Honig sogar über Jahre hinweg.

Kohlenhydrate:

Alle Kohlenhydrate bestehen aus den Grundbausteinen Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) und stehen in ihrer chemischen Natur zu den Zuckern in einfacher Beziehung. Die wichtigsten Kohlenhydrate werden ihrem Aufbau nach in drei Gruppen gegliedert:

1. Einfachzucker (Monosaccharide):
Glucose, Fructose und Galaktose.

2. Zweifachzucker (Disaccharide):
Saccharose durch Verknüpfug von je einem Molekül Glucose und Fructose. Lactose durch Verknüpfung von Glucose und Galaktose und Maltose durch Verknüpfung von je zwei Molekülen Glucose.

3. Mehrfachzucker (Polysaccharide): Zu langen Ketten verknüpfte Zuckermoleküle, wie z.B.
Pectin oder die nur aus Glucose aufgebaute Stärke, die in Brot, Kartoffeln, Gemüse, Reis, Haferflocken, Mehl und vielen anderen Lebensmitteln enthalten ist.

Kohlenhydrate dienen hauptsächlich der Energiegewinnug. Oder sie werden umgebaut (Galaktolipide), bzw. als Glykogen - das "tierische Reservekohlenhydrat" - in Leber und Muskulatur angelegt.

Die Energiegewinnug aus Kohlenhydraten ist ökonomischer als aus Fett, weil der Körper für ihre Verbrennung weniger Atmungssauerstoff benötigt. Komplexe Kohlenhydrate sickern langsam und kontinuierlich ins Blut, der Blutzuckerspiegel bleibt gleich hoch und sorgt für längere Fitness, z.B. im Sport.

Maltodextrin:

Dextrine oder Maltodextrine sind Abbauprodukte von
Stärke, die bei unvollständiger Spaltung entstehen. Es handelt sich hierbei um Mehrfach-Traubenzucker-Ketten (Oligosaccharide), kürzer als Stärke, jedoch länger als nach vollständigem enzymatischen Abbau. Es sind wasserlösliche, farblose Pulver, die meist aus Stärke durch Hydrolyse mit dem Enzym alpha-Amylase hergestellt werden.

Polydextrose:

Polyglucose. Längerkettiges Molekül, das aus mehreren miteinander verknüpften Glucose-(Traubenzucker)-Molekülen aufgebaut ist.
Siehe auch
Kohlenhydrate, Glucose.

Saccharin:

Glusidum, o-Benzoesäuresulfimid;

Saccharin wurde 1879 als erster synthetischer Süßstoff entdeckt. Seine Süßkraft ist ca. 300- bis 500mal höher als die von Saccharose. Die Kombination mit anderen Süßstoffen wirkt süßkraftverstärkend (synergistisch). Saccharin wird vor allem als weißes, kristalines, lösliches Natriumsalz in Tabletten- oder Pulverform verwendet.

Dabei löst es sich leicht in heißer, jedoch schwer in kalter Flüssigkeit und hinterlässt einen leicht bitteren Nachgeschmack, wenn man es überdosiert. Es verursacht kein Karies, hat keinen Brennwert, wird langsam vom Körper aufgenommen und unverändert wieder ausgeschieden.

Saccharose, Zucker:

Saccharum (album), Rüben-, Rohrzucker;

Der sog. Haushaltszucker ist ein Disaccharid, bestehend aus der Verknüpfung von je einem Molekül
Glucose und Fructose. Dieses leicht wasserlösliche, grob (= Kandiszucker) bis feinkristalline Nahrungsmittel mit reinsüßem Geschmack wird bei Erhitzung über 170°C zu Karamel, ist optisch rechtsdrehend und wird nach enzymatischer Spaltung in Glucose und Fructose zu linksdrehendem Invertzucker hydrolisiert.

(So ! etzerla endlich erkläre ich mal, was es mit der "Dreherei" auf sich hat. Es handelt sich dabei um die
chem Eigenschaft optisch aktiver Verbindungen, die Ebene linear polarisierten Lichts zu drehen. Symbol für "nach rechts": (+), früher D-, d-; für "nach links": (-),L-,l- . ... weiter nichts.)

Sorbit(ol):

Sorbit dient z.B. Zuckerkranken seit fast 70 Jahren als Zuckeraustauschstoff, denn dieser Zuckerersatz wird langsam und zunächst ohne das dem Diabetiker fehlende Hormon Insulin verwertet.

Sorbit ist ein natürlicher Zuckeralkohol und in vielen Früchten enthalten. Technisch wird er aus Maisstärke gewonnen. Seine Süßkraft ist nur halb so groß wie die von Haushaltszucker, wie auch sein Energiegehalt von 2 kcal pro Gramm. Sorbit verursacht kein Karies, schmeckt angenehm süß und ist zum Kochen und Backen geeignet. Allerdings mußman die abführende Wirkung beachten und sollte eine Dosis von 40 Gramm nicht überschreiten.

Zucker: Saccharin.


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