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Chinin:
Chinin ist das Haupt-alkaloid der Chinarinde, C20H24N2O2. Es liegt im reinen
Zustand als weißes, schwerlösliches, bitteres
Kristallpulver vor und wirkt schmerzlindernd, örtlich
betäubend und fiebersenkend.
In der Medizin wird es hauptsächlich zur
Malariaprophylaxe eingesetzt, findet aber auch Anwendung
gegen nächtliche Muskelkrämpfe und als
Bittermittel.
Leider kann es bei zu hoher chronischer Überdosierung
von Chinin-Bittersalzen und als Nebenerscheinung der
Chinin-Theraphie zu mannigfaltigen unerwünschten
Nebenwirkungen kommen.
Cholin:
Bilineurin, wichtiges biogenes Amin und lebenswichtiger
Metabolit, der vom Erwachsenen in einer Tagesmenge von ca.
0,5 g benötigt wird. Cholin wird über
Nahrungsmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte,
Frischmilch, Eidotter und Leber aufgenommen, oder bei Bedarf
in der Leber und Darmwand aus Colamin synthetisiert.
Es ist die Grundsubstanz des Neurotransmitters Acetylcholin, wirkt selbst
aber nicht cholinergisch und erfüllt wesentliche
Intermediärfunktionen. Es ist ein Baustein des
Lecithins, dient als Leberschutzstoff und
Methylgruppen-Donator. Im menschlichen Körper findet
man Cholin besonders im Blutseum, Sperma, Harn, Leber- und
Blasengalle.
Creatin:
(griech. kreas = Fleisch), C4H902N3; ist ein wichtiges
Stoffwechselzwischenprodukt, das in nahezu konstanter Menge
aus den Aminosäuren Glycin, Methionin und Arginin in
der Leber gebildet wird.
Es lagert und wirkt im Muskel, dient als
Energieempfänger für den Aufbau des energiereichen
Creatinphosphats, bzw. als Energiespender für den
Wiederaufbau des verbrauchten ATP (= eine Form des aktiven
Energietransports: Adenosin-tri-phosphat).
Nach Abbau zu Creatinin wird es mit dem Harn ausgeschieden.
Dabei steht die täglich ausgeschiedene Creatininmenge
in direktem Verhältnis zur Muskelmasse des
Körpers; (d.h. je mehr Muskeln, desto höher der
Wert an ausgeschiedenem Creatinin. Ein
Mißverhältnis deutet auf eine Nierenerkrankung
hin.)
Creatin ist besonders für Sportler interessant. Eine
kurmäßige Einnahme über 2 Wochen kann einen
Muskelzuwachs von bis zu 10 Prozent bewirken. Die
Anfälligkeit für Sportverletzungen nimmt dabei
allerdings ebenfalls zu.
DHA:
Docosahexaenacid oder -säure. Dies ist eine langkettige
hochungesättigte (d.h. sie besitzt Doppel- und
Dreifachbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen)
Fettsäure aus den Vorstufen der
alpha-Linolensäurereihe.
Im Gegensatz zu den Fettsäuren der
Ölsäurereihe, den einfach ungesättigten
Fettsäuren mit nur einer Doppelbindung im Molekül,
die außerdem vom Körper selbst synthetisiert
werden können, müssen die Fettsäuren der
alpha-Linolensäurereihe mit der Nahrung aufgenommen
werden, d.h. sie sind essentielle Nährstoffe (bisweilen
werden die essentiellen Fettsäuren als "Vitamin
F"
bezeichnet).
Nach der Einschleusung in den Stoffwechsel erfolgt in der
Leber über mehrere Schritte die Umwandlung in DHA.
Dieser Umwandlungsprozeßläuft nur sehr langsam
ab, da die doppelbindungsärmeren Fettsäuren zu
Ungunsten der DHA-Vorstufen um das entscheidende Umbau-Enzym
konkurrieren; bei Säuglingen ist die Eigensynthese
sogar eingeschränkt. Der Neugeborene verfügt
über ein Reservoir dieser Fettsäuren, welches
während der Schwangerschaft angelegt wurde. Kinder und
Erwachsene sichern ihren Bedarf an alpha-Linolensäuren
(und der daraus resultierenden DHA) über ausreichenden
Genußvon Kaltwasserfischen und Leinöl.
Langkettige hochungesättigte Fettsäuren bilden die
Grundlage der Synthese hormonähnlicher und
struktureller Komponenten, sie beinflussen
Membranfunktionen, Permeabilität und
Enzymaktivität.
Auch eine gesunde Entwicklung der Sehfunktion basiert auf
einer ausreichende Menge dieser Fettsäuren; Ein
alpha-Linolensäuremangel kann Veränderungen in der
Netzhaut des Auges und der Gefäße zur Folge
haben.
Gelée Royale:
Besteht aus dem Futtersaft für Bienenköniginnen, der im Gegensatz
zum Honig Fette und Proteine in veränderten Anteilen enthält.
Ebenso besteht Gelée Royale aus hormonähnlichen Verbindungen,
Mineralstoffen und Vitaminen des B-Komplexes. Die Bienenköniging
wird mit diesem Futtersaft ihr Leben lang gefüttert, wird hierbei
fünfmal so alt wie die Sammelbienen und setzt dabei eine Nachkommenschaft
von rund 800.000 Bienenkindern in die Welt
Soll - als Kur durchgezogen - Streßfolgen von z.B. einer Operation
verhüten, nervenberuhigend und aufbauend wirken.
Kava-Kava:
(lat. Piper methysticum)
Kava-Kava wird aus dem Wurzelmark eines hohen, ganzjährigen Strauches
der Südpazifischen Inseln bereitet.
Es wird seit mehr als 3000 Jahren von den Ureinwohnern Hawaiis, Australiens
und Neuguineas zur Steigerung der guten Laune, bei religiösen Zeremonien
und auch als Heilkraut verwendet. Nur in der Wurzel befinden sich seine
psychoaktiven Bestandteile.
Laut der Internet-Seite
des "Herbal Information Centers"
produziert es milde euphorische Wechsel, die durch Stimmungshochs, flüssiges,
lebhaftes Sprechen und gesteigerter Wahrnehmung für Musik charakterisiert
werden.
In dem Buch "Enzyklopädie der psychedelischen Drogen" vom
Volksverlag wird Kava-Kava folgendermaßen beschrieben: Die Priester
nehmen es für ihre Zeremonien und die arbeitende Bevölkerung
zum geselligen Beisammensein oder um ein Entspannungsgefühl hervorzurufen.
Der Trank wurde Medien und Sehern verabreicht, um deren seelische Kräfte
zu steigern. Außerdem wurde er zur Erhöhung der Eingebung getrunken
und als Hilfe bei der Meditation genommen. Laut dem erwähnten Buch
tritt durch den Genuß von Kava-Kava keine Katerstimmung auf und
es wird das hervorgerufen, was ein fröhlicher Zustand kindlicher
Unbekümmertheit genannt worden ist, ohne geistige oder körperliche
Überspannungen.
Louis Lewin (Autor des Buches "Phantastica") sagte, daß
Kava-Kava ein echtes Euphorikum sei, das am Anfang die Rede flüssiger
und lebendiger mache und die Empfänglichkeit für feinere Töne
steigere. Außerdem bemerkte er, daß die Versuchspersonen niemals
böse, laut oder aggressiv wurden. Die mentalen Veränderungen
sind gewöhnlich nicht unangenehm und viele fühlen sich gar verzaubert.
Zur einfachsten Anwendungsmethode wickelt man ca. 50g Kava-Kava in ein
dünnes Tuch und weicht dieses in einem Gefäß mit 0,5 L
Wasser ein. Dabei knetet man das Tuch mit Inhalt mindestens 5 Minuten
gut durch und trinkt dann die etwas bräunlich, milchig gewordene
Flüssigkeit. Das Kava-Kava kann bis zu 3 mal durchgeknetet werden.
Die Inhaltstoffe lösen sich besser wenn man die Wurzelstücke
noch zusätzlich zu einem Pulver zermahlt (in der Kaffeemühle
oder in einem Mixer).
Die klassische Methode vieler Inselbewohner aber läuft folgendermaßen
ab: man kaut nach und nach ca. 30 Wurzelstücke gut durch und spuckt
diese in ein passendes Gefäß (schmeckt aber sehr bitter und
ruft für kurze Zeit ein ähnlich betäubendes Gefühl
wie beim Zahnarzt hervor). Darauf gießt man 100 ml Wasser und läßt
das Ganze mindestens 10 Stunden vor dem Genuß stehen. Danach wird
der Ansatz abgesiebt, die Wurzelstücke ausgedrückt und die Flüssigkeit
getrunken.
Kakao:
Kakao wird
aus den getrockneten Samen des bis zu 15 m hohen Kakaobaumes
gewonnen. Dieser Baum, ursprünglich in Südamerika
heimisch, wird heute in den Tropen, z.B. von Amerika
kultiviert.
Kakaoplantagen stellen hohe
Ansprüche an Klima, Bodenqualität und sind gegen
Schädling empfindlich.
Der
Kakaobaum (Theobroma cacao) trägt das ganze Jahr
über gleichzeitig Blüten, unreife und reife
Früchte. Die rötlichen, ca. 20 cm großen,
melonenförmigen Früchte beinhalten jeweils bis zu
50 mandelähnliche Samen, die Kakaobohnen.
Die
Kakaobohnen werden aur der Frucht herausgelöst, im
Gärhaus einer unter Selbsterhitzung verlaufenden
Gärung (Rottung) ausgesetzt und anschließend
getrocknet und geröstet.
Die
Kakaomasse wird durch Mahlen, Walzen und Schleifen der
Kakaokerne hergestellt.
Kakao
enthält Kakaofett ("Kakaobutter"), Stärke, Eiweiß,
Mineralzalze, Farb - und Gerbstoffe, sowie das dem
Coffein ähnliche Theobromin (rund 1,5%).
Ein Becher
Kakao liefert zudem für Calcium 25%, für Magnesium 15%, für Eisen 13% (weibl.) bzw 16 %
(männl.) und für Vitamin
B2, 12%
des empfohlenen Tagesbedarfs eines
Jugendlichen.
Man
unterscheidet:
- nach Sorten: Forastero, Criollo und
Amelonado.
- nach der
geographischen Herkunft: amerikanisch, indisch, afrikanisch,
asiatisch und australisch.
- nach der
Stufe der Verarbeitung: Kakaobohnen, -bruch, -masse,
aufgeschlossene Kakaomasse, - grus, -abfall und
-schalen.
Kakaokerne, -bruch und -masse werden
zu Kakaobutter, -pulver, Schokolade und
Schokoladenüberzugsmasse verarbeitet.
Kakaoschalen (Testae cacao ) sind die Samenhüllen
der Kacaobohnen. Die braunen Schalen duften angenehm nach
Kakao und werden darum im getrockneten Zustand als
Geruchsverbesserer vielen Teegemischen beigefügt.
Auch die Kakaoschalen enthalten Theobromin und Coffein und
üben eine harntreibende und stimulierende Wirkung aus.
So sind auch sie wirksame Bestandteile der entsprechenden
Tees.
Die samenreichen Früchte des Kakaobaumes hängen
direkt am Stamm.
Übrigens: Bis ins 18.
Jahrhundert war die Herstellung von Schokolade Privileg der
Apotheker. Sie wurde in verschiedenen Dosierungen als
Medizin gegen allerlei Beschweden verabreicht.
Zudem mußte man die flüssige Schokolade in
aufwendiger Handarbeit in die entsprechend feste Form
bringen. Im Jahre 1819 wurde Schokolade erstmals von dem
Schweizer Francois-Lois Cailler maschinell
hergestellt.
Kola:
Das Genußmittel Kola wird aus der Kolanuß oder
Gurunuß, der Frucht des Kolabaumes gewonnen. Der
Kolabaum ist im tropischen Westafrika heimisch und wird auch
in den tropischen Gegenden Amerikas angebaut.
Die Blätter des Kolabaumes sind glänzend und
lederartig, seine Kapselfrüchte umschließen etwa
sechs sternförmig angeordnete kastaniengroße
Samen, welche zur Herstellung von Arzneimitteln,
Kaffee-Ersatz und als Zusatz von anregenden Lebensmitteln,
wie z.B. Schokolade, Kaugummi, Bonbons und Dragees
herangezogen werden; ebenso dient die Kolanuß zur
Bereitung belebender, erfrischender Getränke - eben von
"Kola".
Seit langem werden die Kapselfrüchte von den Einwohnern
West- und Zentralafrikas als anregendes Mittel gekaut,
ferner wurden die Kolasamen ursprünglich benutzt, um
den Geschmack schlechten Wassers in den
Herkunftsländern zu überdecken.
Die Samen des Kolabaumes enthalten Bitterstoffe,
Coffein und Theobromin.
Lysin:
Die
biochemische Bezeichnung für diese Aminosäure
lautet alpha,epsilon-Diamino-n-capronsäure, die
Summenformel ist H2N-CH2-CH2-CH2-CH2-CH(NH2)-COOH;
C6H14N2O2;
Lysin ist eine für den Menschen essentielle, d.h. nicht
durch körpereigene Biosynthese ersetzbare
Aminosäure, ist wasser- u. alkohollöslich und
kommt in Getreideproteinen vor.
Der tägliche Bedarf beträgt beim Erwachsenen 0,8
g.
Abgebaut wird Lysin physiologisch zu
Dehydropipecolinsäure u. Ketoglutarsäure,
pathologisch (bei Fäulnis) durch Lysindecarboxylase zu
Cadaverin.
Nicht zu
verwechseln ist die Aminosäure mit den gleichnamigen,
in der Serologie verwandten zytotoxischen Antikörper
und mit dem aus der Bakteriologie bekannten mikrobiellen
Toxin bzw. Enzym (z.B. die Hämolysine von
Staphylokokken u. Streptokokken (Streptolysine).
Malz:
Malz ist ein künstlich zum Keimen gebrachtes Getreide.
Meistens handelt es sich hierbei um Gerste. Malz aus einem
anderen Getreide trägt immer dessen Namen (z.B.
Roggenmalz).
Um Malz herzustellen, verändert man durch enzymatische
Umwandlungen die Struktur des Getreidekorns: Stärke wird in Dextrin und
Malzzucker gespalten, Eiweißstoffe und Fette werden
ebenfalls umgewandelt und wasserlöslich gemacht.
Malz ist neben Hopfen das wichtigste Rohprodukt
der Bierbrauerei. Es entscheidet über Art,
Qualität und Geschmack der jeweiligen Biersorten.
Für helle Biere wird das Malz bei niederen Temperaturen
getrocknet = gedarrt (bis 80°C), für dunkle Biere
bei höheren (bis 110°C). Bei noch höheren
Temperaturen entsteht Farbmalz, bei Durchführung
spezieller Verarbeitungsmethoden das Karamelmalz.
Mate - blätter:
Mate folium = Folia Mate;
Die getrockneten Blätter des besonders in den
Hochlandwäldern Brasiliens, Paraguays und Uruguays
beheimateten Erva-Mate-Stauches (Ilex paraguariensis) sind
als Matetee (=Yerba) das Nationalgetränk
südamerikanischer Länder.
Der immergrüne Mate-Strauch ist mit der in unseren
Breiten wachsenden Stechpalme verwandt. Der Name Mate leitet
sich allerdings von den Traditionellen Trinkgewohnheiten ab:
Materos - die Matetrinker - bereiten der Tee in einem
ausgehöhlten kleinen Kürbis, dem Mate, zu. Sie
übergießen die Blätter mit siedendem Wasser
und schlürfen ihn durch ein silbernes
Siebröhrchen, die Bombilla.
Die Hälfte des auf dem Markt befindlichen Tees wird von
wild wachsenden Bäumen geerntet, die im Urwald eine
Höhe von 15 Metern erreichen können. Im Anbau
läßt man sie aber zur leichteren Ernte auf nur 5
Meter heranwachsen.
Die Blätter werden nach der Ernte in Öfen
getrocknet und anschließend zerkleinert. Verschiedene
Mate-Qualitäten unterscheiden sich durch den Anteil an
Blattrippen und Stielen. Die Art der Trocknung entscheidet
über Farbe und Geschmack des Matetees: Werden die
farbabbauenden Enzyme (früher: Fermente) inaktiviert,
behalten die Blätter ihre olivgrüne Farbe. Bei
geröstetem Mate fermentieren die Blätter
während der Trocknung und werden anschließend
geröstet.. Der Tee erhält so eine dunkelbraune
Färbung und einen rauchigen, würzigen Geschmack.
Metallgefäße vermindern das typische Mate-Aroma.
Um den vollen Geschmack zu erhalten, übergießt
man die Blätter möglichst nicht mit sprudelnd
kochendem, sondern nur mit siedend heißem Wasser. Mate
sollte nicht wie Kräutertee literweise auf Vorrat
aufgebrüht werden, da er sehr schnell seine
appetitliche Farbe verliert und nachdunkelt.
Zusammenfassend wird Mate bei uns sowohl unbehandelt
(grün) als auch geröstet im Handel angeboten.
Beide Sorten dienen hauptsächlich zu
Genußzwecken. Der gebrauchsfertige Tee ist
gelbgrün. Er enthält ca. 1,5 Prozent Coffein, Theobromin, Chlorophyll - den
grünen Pflanzenfarbstoff -, daneben Gerbsäure, ätherisches
Öl,
Vanillin, Vitamin
A,
B1, B2 und C.
Matetee wirkt anregend, verdauunsvördernd und
harntreibend.
Propolis:
Propolis wird von Bienen aus dem Harz von Birken-, Pappel-
ect. knospen hergestellt und dient im Birkenstock als
antibakterielle Kittsubstanz.
Die graue wohlrichende Masse wirkt durch den Wirkstoff
Bienenkittharz entzündungswidrig,
heilungsfördernd, abwehrsteigernd und vitalisierend. Es
regt den Stoffwechsel und die Thymusdrüsen an. Propolis
wird gegen Ohrenschmerzen, Nagelbettentzündungen, bei
Wetterfühligkeit und Vergiftungskopfschmerzen,
Allergien der Atemwege und zur allgemeinen Herzstärkung
und Kreislaufstabilisierung in Form von Salben, Kapseln oder
Tropfen angewendet.
Propolis enthält über 40 Naturstoffe, darunter
Flavonoide und Verbindungen der
Kaffeesäure.
Neben den heilungsfördernden Eigenschaften wurde bei
Propolissalben auch über Hautallergien
berichtet.
Schwarztee:
Coffein
Aufguß von Blättern der
Teestrauches Camellia sinensis bzw. Thea sinensis mit
heißem Wasser.
Tarragona:
Tarragona ist ein spanisches Weinanbaugebiet. Dieser dort
hergestellte Dessertwein trägt den gleichen Namen und
ist besonders süß. Gleich den ebenfalls aus
Spanien stammenden Likörweinen Malaga und Sherry
besitzt er einen spezifischen Geruch, einen hohen
Alkoholanteil und ist vollmundig im Geschmack. Bei der
Herstellung wird konzentrierter Traubensaft zugegeben oder
nach Unterbrechung der Gärung Alkohol zugesetzt.
Yohimbin (Yohimbe-Rinde):
C21H26N2O3, ein Indol-Alkaloid in Rauwolfia-Spezies,
Hauptwirkstoff in der Yohimbe-Rinde, der als "Liebesholz"
bezeichneten Rinde der Wurzel eines afrikanischen Baumes.
Yohimbin wird therapeutisch gegen Bluthochdruck, bei
Potenzschwäche und in der Augenheilkunde als
örtliches Betäubungsmittel eingesetzt. Der
Wirkstoff erweitert Arterien der Genitalorgane und erregt
die im Rückenmark gelegenen Genitalzentren.
Die Wurzelrinde ist rezeptfrei in spezialisierten Apotheken
und gut sortierten Kräuterläden erhältlich.
Man bereitet sich - und dem Freund/der Freundin/den Freunden
(!) - einen Tee zu, der nach etwa einer halben Stunde mit
leichtem Frösteln, anschließend einem warmen
Ziehen die Wirbelsäule hinab zu wirken beginnt.
Gefühle intensivieren sich, das
Wahrnehmungsvermögen wird angenehm beeinflußt
("Ineinanderschmelzen"), ohne daß man in einen Rausch
verfällt.
Gibt man Vitamin
C zum
Yohimbe-Tee, schmeckt er besser, wirkt stärker und
schon nach 15 Minuten. Mischt man Yohimbe, Ginseng und Damianablätter zu gleichen Teilen und
bereitet sich daraus Tee, hat man einen Muntermacher
für die ganze Nacht.
ABER:
Yohimbe ist mit Vorsicht, schwach dosiert und bewußt
zu genießen. Von gleichzeitigem Alkoholkonsum rate ich
dringend ab. Das kann einen Horror von
Vergiftungserscheinungen auslösen.
Im Falle
des Yohimbe handelt es sich um einen sog. MAO-Hemmer. Die
MAO (MonoAminoOxidase) ist ein Enzym, das Neurotransmitter wie Noradrenalin und
Serotonin abbaut.
Durch die
Hemmung des Abbaus der MAO (-A) kommt es zu antidepressiver
Wirkung. Ebenfalls treten Nebenwirkungen, wie schwere
Wechselwirkungen mit anderen Substanzen und Nahrungsmitteln
(durch Hemmung der MAO-B) auf. Die Wechselwirkungen
führen zu einem hohen Blutdruckanstieg dessen Verlauf
sogar tötlichen enden kann. Der gleichzeitige Gebrauch
von Nasensprays, die adrenalinähnliche Substanzen
enthalten, Asthmamitteln und Cocain sind darum
dringend
!!! zu
vermeiden. Einen großen Bogen muß man auch um
tyraminhaltige Nahrungsmittel machen: bestimmte
Käsesorten, Rotwein, Leber und einige
Bohnensorten.
Durch die
vom Abbau gehinderten Transmitter, können sich
große Mengen eben dieser Transmitter Serotonin und
Noradrenalin in den Nervenendigungen ansammeln. Folglich
werden mehr Transmittermoleküle freigesetz, wenn die
Neuronen stimuliert werden.
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