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Acidum formicium,
FormicAcid, Ameisensäure:
HCOOH; dient als Konservierungsmittel,
wird in der Medizin als Hautmedikament eingesetzt und findet
auch in der Homöopathie (hom) Anwendung.
Alkaloide :
sind
alkali-ähnlich reagierende (Name!) stickstoffhaltige
Kohlenstoffverbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen.
Sie sind allgemein von starker, meist sehr spezifischer
Wirkung auf den Organismus und werden als Betäubungs-,
Heil- und Rauschmittel, sowie als Gifte verwendet.
Bekannte Alkaloide sind: Morphin, Piperin in schwarzem
Pfeffer, Papaverin,
Chinin,
Kokain, Atropin, Nikotin, Solanin, Strychnin, Yohimbin, Koffein. Einige Genußmittel
verdanken ihre anregende Wirkung den Alkaloiden, so Kaffee
und Tee dem Koffein, der Kakao dem Theobromin und der Tabak
dem Nikotin.
Die in geringer
Dosis angenehme Wirkung kann durch Überdosis schnell in
Giftwirkung übergehen!
Amine:
Amine sind basische, Stickstoff enthaltende Verbindungen mit
großer physiologischer Bedeutung, und zwar als
Drüsen- und Gewebshormone, (Neuro-)Transmitter, Vitaminbestandteile
u.v.a., sind als pflanzliche Amine teilweise halluzinogen
wirksam. Es sind dies Produkte von Aminosäuren (durch
Decarboxylierung und Hydroxilierung). Wichtige Vertreter
dieser Gruppe sind z.B. Adrenalin, Dopamin, Melantonin,
Carnitin, Serotonin, Tryptamin.
NH 3 = Ammoniak,
R - NH 2 = primäres Amin
R´- R´´- NH = sekundäres Amin
R´-R´´-R´´´-N = tertiäres
Amin.
Benzoat, benzonicum:
Salz der Benzosäure ( C6H5 . COOH . hom).
Benzochinon
O=C6H4=O; kommt natürlich im Sekret vieler Käfer,
Pilzen und Blütenpflanzen als antibakterielle
Hydroxychinon-Derivate (z.T. enzymhemmend) vor.
Benzoe:
chem
ringförmige, vom Benzol
abgeleitete Verbindung.
Es ist ein aromatisches Harz aus südostasiat.
Styrax-Arten und findet Anwendung als antiseptischer,
desinfizierender, antiparasitärer u. konservierender
Zusatzstoff zu beispielsweise galenischen (d.h. "in der
Apotheke zusammengestellt") und kosmetischen
Präparaten.
Coenzym:
Ein Coenzym ist eine niedermolekulare (nichtproteinogene),
dialysable organische Verbindung.
Coenzyme werden - als nur vorübergehend u. locker an
ein Enzym gebundenes Co-Substrat - als "Wirkgruppe"
zusätzlich zur katalytischen Wirksamkeit des Enzyms
(als "Transportmetabolit" zur Übertragung von Gruppen,
Wasserstoff, Elektronen) benötigt.
Sie können aber auch - als prosthetische Gruppe - mit
dem Enzymprotein zum Gesamtenzym fest verbunden sein, z.B.
wie das Flavin-, Häm-Coenzym.
Einige Coenzyme
werden aus Vitaminen gebildet.
Cytochrom:
In den Zellen aller O2-verbrauchenden Organismen vorkommende
Eisenporphyrin-Proteine und "Coenzyme
Elektronen-übertragender Enzyme".
c bzw. C ist das häufigste u. am besten untersuchte
Cytochrom. Es agiert als zentrales Element der Atmungskette
aller Eukaryonten; reichlich v.a. in Herz- u. in Flugmuskeln
der Tiere; ist stabil gegen Cyanid (HCN) u. Kohlenmonoxid
(CO); therapeutische Anw. bei Barbiturat- u.
Kohlenmonoxidvergiftung, bei Herz-Kreislaufschwäche,
Angina pectoris.
Ethanol:
Eth...: pharm internationale Schreibweise für
Äth...
Syn.: Ethanol, Äthylalkohol, Alcohol s. Spiritus
aethylicus
C2H5OH bzw.
CH3-CH2OH; "Äthylalkohol"; als "Alkohol", "Spiritus" im
gebräuchlichen Sinne des Wortes ein ca.
96volumprozentiges Gemisch mit Wasser.
Wird gewonnen durch alkoholische Gärung oder
synthetisch aus Acetylen bzw.Äthylen; kommt auch in
geringer Konzentration als Zwischenprodukt im Stoffwechsel
vor. Ist als "absoluter Alkohol" (dehydriert = wasserarm;
Konzentration ca. 99,5 Vol.-%) sehr hygroskopisch.
Mit Wasser u. den meisten Lösungsmitteln mischbar,
flüchtig, brennbar (Dämpfe im Luftgemisch
explosiv!). Die tödliche Dosis (getrunken) beträgt
für Erwachsene > 100 ml.
Äußerlich für Einreibungen, Umschläge,
Händedesinfektion, Analeptikum und Stimulans der
Magensäuresekretion, pharm als hydrophiles Lösungs- u.
Extraktionsmittel, histologisches Härtungsmittel.
Flavoprotein:
Flavinenzyme, die sog. »gelben Enzyme«. Die
Eiweißkörper enthalten die Flavinabkömmlinge
wie Riboflavin
(RF), als
prosthetische Gruppe, mittels derer sie bei biologischen
Oxidationen Wasserstoff bzw. Elektronen von einem Substrat
auf ein nachfolgendes Enzymsystem, seltener - unter Bildung
von Wasserstoffsuperoxid - auf Sauerstoff oder andere
Akzeptoren übertragen.
Gerbstoffe:
med.
Anwendung als Adstringentien; das sind pharm äußerliche
Mittel, die an Wunden und Schleimhäuten durch
Eiweißfällung oder -fixierung Membranen bilden
und dadurch entzündungswidrig, bakteriostatisch,
austrocknend und blutstillend wirken.
Gerbstoffe sind in vielen Kräutern
und Heilpflanzen , ebenso im Tee enthalten. Sie sind
verantwortlich für Geruch und typisches Aroma der
jeweiligen Pflanze. Grüner Tee enthält erheblich
mehr Gerbstoffe als Schwarzer Tee, was ihm den herberen
Geschmack verleiht. Die Gerbstoffe wirken geruhigend auf
Magen und Darm; außerdem üben diese Gerbstoffe,
namentlich Tannine, eine stopfende Wirkung aus.
Die Gerbstoffe beeinträchtigen jedoch die
Verfügbarkeit der Nahrungseisens. Sie bilden mit
Eisen schwer lösliche
Komplexe, die nicht resorbiert werden können. Man
sollte es vermeiden, zu den Hauptmahlzeiten Tee zu trinken,
da schon eine Tasse die Eisenresorption um 50 Prozent
vermindern kann.
Glykoside:
Sammelbezeichnung für eine vielseitige Gruppe von
Pflanzenstoffen, außerordentlich verbreitet, praktisch
in allen Pflanzen vorkommend, hauptsächlich in Wurzeln,
Früchten und Rinden, aber auch in Blättern.
Sie entstehen durch Reaktion der acetalischen Hydroxylgruppe
am C1 eines Zuckers (je nach Zuckerrest: Gluco-, Galakto-,
Manno-, Fruktosid usw.), mit OH-Gruppen von Alkoholen und
Phenolen oder anderen Zuckern, mit NH-Gruppen von Aminen
oder SH-Gruppen von Senfölen.
Zahlreiche Pflanzenfarbstoffe und -riechstoffe sind
Glykoside, so Amygdalin (in Bittermandeln), Cumarine (in
Waldmeister und der Tonkabohne), Saponine, glykosidische Antibiotika
(Strepto-, Neomycin), andere sind bekannte Herzmittel
(Digitalis).
Indol:
2,3-Benzopyrrol; kommt vor in
ätherischen
Ölen,
in Steinkohlenteer und als Tryptophan (=essentielle
Aminosäure)-Abbauprodukt bei Eiweißfäulnis.
Indol bildet das Grundgerüst zahlreicher Naturstoffe
(Indigo, Psilocybin, Tryptamin, Indikan) und
Therapeutika.
Indol-Alkaloide sind die wirksamen
Bestandteile (sub)tropischer Pflanzen (Apozynazeen) mit
alkaloidhaltiger Wurzel und Wurzelrinde. Nach dem Augsburger
Arzt L.Rauwolf (1540-1596) benannt, werden die
Indol-Alkaloide dieser Pflanzengattung als
Rauwolfia-Alkaloide bezeichnet. Beispiel: die
Indol-Alkaloide der Yohimbe-Wurzelrinde.
Rauwolfia-Alkaloide werden seit 1950
in der Schulmedizin therapeutisch verwendet. Im
Gesamtextrakt wirken sie herzfrequenzmindernd, zentral
blutdruckregulierend und allgemein beruhigend.
Neurotransmitter,
Transmitter:
Überträgersubstanzen, die auf chemischem Wege an
einer Synapse (= Neuro-Transmitter) oder motorischen
Endplatte Nervenimpulse übertragen.Sie werden in
präsynaptischen Strukturen gespeichert und bei
elektrischem Nervenimpuls freigesetzt. Dann überqueren
die Transmitter den synaptischen Spalt und verbinden sich
mit Rezeptoren der postsynaptischen Membran, deren
Konformation sich dadurch ändert. Und genau dieser
Vorgang bewirkt im großen wie im kleinen
physiologische Änderugen, die je nach Nervenbahn mehr
oder weniger wahrnehmbar sind. Anschließend erfolgt
die Inaktivierung der Transmitter.
Es sind dies biogene
Amine wie
Acetylcholin und Noradrenalin, Dopamin,
gamma-Aminobutter-säure, Serotonin (ein Gewebshormon);
ferner Aminosäuren, wahrscheinlich auch Peptide.
Pectin:
Pectin ist
ein pflanzlicher Naturstoff, der aus lebensmitteltechnischen
Gründen bei der Herstellung mancher Getränke,
Milch- und Konditoreierzeugnissen, Marmeladen und Gelees
beigesetzt wird.
Seiner
chemischen Natur nach steht Pectin zu den Kohlenhydraten ("Mehrfach-Zuckern") in
einfacher Beziehung. Es ist eine hochmolekulare Verbindung
und bildet sich durch Verdichtung einzelner
Zuckermoleküle (Monosaccharide) über die
Zwischenstufe der Zweifachzuckern (Disaccharide) und
Mehrfachzuckern (Oligosaccharide) zum
Polysaccharid.
Polysaccharide bilden die osmotisch
neutralen Speicherform des Zucker in den Pflanzen.
Stärke, Cellulose, Glycogen, Aminozucker,
Zuckersäuren, Glycoproteine und Glycolipide sind
weitere Polysaccharide, die nach ihrem chemischen Aufbau,
bzw. ihrer Funktion unterschieden werden.
Pectin
verschafft dem strukturellem Aufbau der Pflanze
Stabilität, es gibt Halt und Festigkeit und dient als
Wasserspeicher. Das in pflanzlichen Lebensmitteln enthaltene
Pectin kann der menschliche Verdauungsapparat nicht oder nur
gering abbauen. Man nennt solche Bestandteile Ballaststoffe,
die täglich über die Nahrung aufgenommen werden
sollten.
Chemischer Hauptbestandteil im Pektin ist die
D-Galakturonsäure (Abkömmling der Galaktose) Pectin ist verbreitet in
Wurzeln, Früchten, Gemüsen und Blättern; in
Orangen- und Zitronenschalen ist es bis zu 30 Prozent
vorhanden.
Pectin
trägt die E-Nummern 440a und b.
Phenylalanin, Phe:
Lebenswichtige (essentielle) Aminosäure, zu 75% durch
den Proteinbaustein Tyrosin ersetzbar, oder Entstehung der
Tyrosins aus Phe durch Enzymreaktion. Tyrosin dient zum
Aufbau von Haaren und Nägeln und ist zentralre
intermediärer Metabolit u.a. für
Schilddrüsenhormone, Catecholamine (Adrenalin,
Noradrenalin und Dopamin; siehe Neurotransmitter) und Melanin.
Phe wird im Körper zu Oxal-essigsäure (verbindet
die Glucoseneubildung mit dem Eiweißstoffwechsel) und
Acetyl-CoA (Ausgangsstoff für den Citratzyklus, ist
energiereicher als ATP, darum die Bezeichnung "aktivierte
Essigsäure", liefert C2-Bruchstücke) abgebaut.
Phe wird auch als Aromastoff bezeichnet und mußals
Lebensmittelzusatz auf der Verpackung vermerkt sein, da
Menschen -meist Kinder- mit der Erbkrankheit Phenylketonurie
(autosomal-rezessiv) dringend den Verzehr meiden
müssen. Bei entsprechend strenger Phe-armer Diät
ist eine weitgehend normale Entwicklung möglich.
Ansonsten kommt es bei diesem Stoffwechselleiden - einem
Enzmdefekt, der die Oxidation von Phe zu Tyrosin stört
und zur schädlichen Anreicherung von
Phenylbrenztraubensäure führt - zu geistiger
Behinderung, verzögerter körperlicher Entwicklung
und neurologischen Symptomen (Krampfanfälle).
Ohne Quatsch! - An der Uni Hannover hörte ich,
Erkennungsmerkmale dieser Krankheit sind :
Achtung ! : weiblich, zirka 25 Jahre alt, blond,
blauäugig und blöd. ...
Saponine:
Gruppe stickstoffreicher, pflanzlicher, in Wasser wie Seife
schäumender Glykoside, darunter zahlreiche
therapeutisch genutzte Wirkstoffe (z.B. in Digitalis).
Saponine sind stark grenzflächenaktiv; gegen die damit
in Zusammenhang stehende hämolysierende Wirkung sind
gesunde Erythrozyten resistent.
Der Zusatz zu Nahrungsmitteln, wie z.B. Limonaden ist in
anderen Ländern seit langem üblich.
Auch werden sie Waschmitteln, Haarwässern,
Feuerlösch-Füllungen und dgl.
beigefügt.
Terpenlactone:
Terpene sind ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit
Isopren-Grundeinheiten (Grundkörper zahlreicher
Naturstoffe, z.B. Kautschuk, Carotinoide, Vitamin
A und K,
Terpene). Sie liegen als Mono-, Di-, Tri-, Tetra-Terpene,
und als hochpolymere Isoprene, ferner als zyklische Terpene
(z.B.Methan, Limonen) in ätherischen Ölen,
Terpentin, ect. vor.
Lacton ist der innere Ester von Hydroxycarbonsäuren.
Wird gekennzeichnet durch die Endung "-olid".
Ätherische Öle sind chemisch von fettenden
Ölen (Keimöle ect.) grundverschieden. Sie bestehen
vorwiegend aus flüssigen, flüchtigen (!
ätherischen) Substanzen von angenehmen und starkem
Geruch und bieten die Grundlage vieler Einreibungen und
für Mittel der Aromatherapie.
Zuckercouleur:
Die zum Verzehr bestimmten Farbstoffe weden durch
E(G)-Nummern gekennzeichnet, wenn sie in der
Europäischen Gemeinschaft für alle Mitgliedstaaten
zugelassen sind , z.B. Zuckercouleur = E150a.
Die synthtetisch hergestellte Zuckercouleur
(Zuckerkulör) färbt braun bis schwarz. Man stellt
sie durch Erhitzen von Zuckerlösung (Saccharose oder Glucose) unter Zugabe von
Natriunbicarbonat her. Mögliche Nebenwirkungen durch
den Verzehr dieser Substanz sind nicht bekannt, somit gilt
sie als unbedenklich und könnten jeden Tag und in in
beliebiger Menge zerzehrt werden
Zuckercouleur ist mit Ausnahme für Brot und
Feingebäck auf viele Lebensmittel, z.B. Getränke,
Kaffee-Essenzen, Essig, Pudding und Spirituosen
zugelassen.
Nicht erlaubt ist das Färben mit Zuckercouleur bei
Lebensmitteln, aus deren Produktbezeichnung der Verbraucher
einwandfrei die Art und Herkunft erkennt.
Wenn aus dieser sog. Verkehrsbezeichnung hervorgeht,
daß sie mit Malz, Karamel, Kakao, Schokolade, Kaffee
oder Tee hergestellt sind, darf Zuckercouleur dann nicht
mehr verwendet werden, wenn dadurch der Anschein einer
besseren als der tatsächlichen Beschaffenheit erweckt
wird.
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