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Jasmin:
Jasmine
paniculatum;
Der betörende Duft dieser kostbaren Blütenpflanze
spielt in der Parfümerie eine wichtige Rolle und wird
zur Herstellung von Kosmetika und vieler Parfüme
verwendet. Der Riechstoff und wird aus den Blüten, vor
allem in Südfrankreich, nach verschiedenen Methoden
gewonnen.
Bisweilen wird unter der Bezeichnung Jasmin der
"Blasse
Pfeifenstrauch = Falscher Jasmin" verstanden. Dieser bis zu 3 m hohe
Strauch besitzt eiförmig-elliptische, gezähnte
Blätter, traubige Blütenstände mit
weißen, stark duftenden Blüten und wird hier als
beliebter Zierstrauch angepflanzt, oder wächst
verwildert. Auch seine Blüten beinhalten den intensiv
duftenden Aromastoff.
Johannisbeere, Schwarze
Ribes
nigrum L.
Grossulariaceae, Familie der
Stachelbeergewächse,
Ordnung: Saxifragales
Unterordnung: Rosidae (=Rosiflorae), Rosenähnliche
Der Volksmund gab dem Strauch die Namen Stinkstruk,
Bocksbeere, Wanzenbeere, swarte Allbee, Adebarskasbern,
schwarze Träuble u. a
Die Schwarze Johannisbeere ist ein bis zu 2 m hoher,
kräftiger Strauch, dessen junge Zweige hell berindet
und behaart sind. Die wechselständigen, gestielten,
3-5-lappigen Blätter verkahlen auf der Oberfläche.
Auf der Unterseite haben sie zahlreiche gelbliche
Harzdrüsen, die nicht besonders gut riechen. Die
Blüten stehen in reichblütigen Trauben, die aus
den Blattachseln entspringen. Jede Einzelblüte steht in
der Achsel eines lanzettlichen, behaarten Tragblattes. Meist
bestäuben sich die hängenden Blüten selbst,
indem der Pollen aus den Staubbeuteln auf den umgebogenen
Rand der Narbe fällt. Aus dem Fruchtknoten entwickelt
sich die mehrsamige, schwarze Beere mit würzigem,
schwach wanzenartigem Geschmack.
Die Schwarze Johannisbeere war ursprünglich wohl nur im
nördlichen Mitteleuropa heimisch. Durch den Menschen
hat sich der Strauch dann in Mittel- und Südosteuropa
über den Kaukasus, Sibirien und den Himalaja bis zur
Mandschurei ausgebreitet. In Südeuropa gedeiht er nur
in Kultur.
Dieser Strauch wächst in Auwäldern und
Erlengebüsch, zuweilen auch verwildert aus Kulturen und
blüht von April bis Mai.
Von Mai bis Juni sammelt man die Blätter (Folia Ribis nigri).
Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere enthalten
Gerbstoffe, organische Säuren
und Vitamin
C. Getrocknet haben sie eine schwach
harn- und schweißtreibende Wirkung, die aber heute
kaum noch genutzt wird. Häufiger ist ihre Verwendung
als Bestandteil von Frühstückstees. Die
Früchte der Schwarzen Johannisbeere gehören neben
denen der Hagebutte und der Sanddornbeere zu
den Drogen (apoth: getrocknetes Kraut) mit dem
höchsten Vitamin-C-Gehalt. Johannisbeersaft wird bei
Magenverstimmung und Durchfall zum Ausgleich des
Flüssigkeitsverlustes empfohlen.
Die Schwarze Johannisbeere besitzt keine
Nebenwirkungen.
Klette,
Große:
Arctium
lappa
L..
Asteraceae (= Compositae) , Familie der
Korbblütler;
Diese bis zu 2 m hohe zweijährige, humusliebende
Pflanze findet man im nördlichen Europa bis
Mittelskandinavien, im Osten über den Kaukasus hinaus
bis Japan.
Sie wächst gesellig an Wegrändern, Zäunen und
im Flußschotter. Ihre Blütezeit ist von Juli bis
September , wobei sie an langen Blütenstengeln lila
gesprenkelte, kugelig abgeflachte Blüten trägt,
deren grüne Hüllblätter die Länge der
Blütenblätter erreichen kann und an der Spitze
hakig gekrümmt sind.
Die großen, markig gestielten Blätter sind
ganzrandig, wechselständig und an der Unterseite kahl
bis schwach grau-filzig.
Die an der Kleidung haftenden Blüten und die
fleischige, spindlförmige, innen weißliche und
klebrige Wurzel verliehen der Klette (lat. glutem = Leim) den Namen. Die
Wurzel ist neben den selten verwendeten Blättern
beliebtes Sammelgut der Kräuterheilkundler.
Ihr schreibt man die Fähigkeit zu, in frischem oder
getrocknetem Zustand als Aufguß, Absud, Sirup,
Tinktur, Lotion und Häutbädern zubereitet, eine
Vielzahl von Magen- und Hautbeschwerden zu lindern.
Die Klettenwurzel (Radix Bardanae) besitzt harn- und
schweißtreibende Wirkung und wird daher gern als
"blutreinigend" bezeichnet.
Nach konsequenter Anwendung werden Akne, Flechten,
Geschwüre, Brandwunden, verschwinden, Ausschlag von
Infektionskrankheiten (Masern, Windpocken, Scharlach...)
verringert und frühzeitigem Haarausfall Einhalt
geboten.
Das im Handel erhältliche Klettenwurzelöl wird als
Haaröl bei trockener Kopfhaut verwendet.
Tatsächlich ist das Fertigpräparat jedoch kein
Öl aus der Klettenwurzel, sondern ein mit Oliven- und
Erdnußöl hergestellter Auszug ihrer
Inhaltsstoffe.
Die Wurzel der Großen Klette enthält bis zu 45%
Inulin (die anderen Klettenarten
beinhalten wesenlich weniger), ätherisches
Öl,
Gerbstoffe, Schleim und Harz.
Getrocknet und geröstet gebrauchte man sie früher
als Kaffeersatz; heute erfreuen sich Stärkungsmittel
aus Kletten- und Löwenzahnsaft wieder großer
Beliebtheit.
Lapachorinde:
Wird auch "Inkatee" genannt und ist in Südamerika ein
altes Hausmittel zur Linderung bei
Erkältungskrankheiten.
Der Lapachobaum wächst bevorzugt in den höheren
Regionen der Anden. Der Tee desteht aus hell- bis
dunkelbraunen, unterschiedlich großen Rinden- und
seltener Holzstückchen. Er wird von einheimischen
Indianern vielfach verwendet.
Die Rinde wird zur Steigerung der Abwehrkräfte und des
Allgemeinbefindens verabreicht. Bei uns wird sie als
Lebensmittel angeboten. Man überbrüht 2
Teelöffel (ca. 2 Gramm) pro Tasse und läßt
den Aufguß 10 Minuten ziehen. Davon trinkt man
täglich dreimal eine Tasse, warm oder kalt.
Lapachoextrakt enthält Barium, Calcium, Chrom,
Eisen
Gold, Kalium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan,
Natrium
Phosphor,
Silber
Silicium,
Strontium
Zink.
Limeflower (engl.) =
Lindenblüten
Tiliae flos
= Flores Tiliae
Winterlinde oder
Steinlinde, Tilia cordata Mill. (kleine
Blätter)
Sommerlinde, Tilia platyphyllos
Scop.
Tiliaceae, Familie der
Lindengewächse;
grünlichgelbe
Blüten.
Die Linde ist ein häufig anzutreffender, prachtvoller,
15 bis 20 Meter hoher Baum. Er wird zum Verschönern der
Straßen in unseren Städten angepflanzt, oder
wächst wild in den Wäldern des Umlandes heran. Die
Linde kommt in mehreren, sehr ähnlichen Arten vor, doch
allen ist der kräftige, süßlich frische
Duft, das reichhaltige Nektarangebot für die Bienen und
die heilende Kraft und Stärke gemeinsam zu eigen.
Blätter, Blüten und Rinde dieses würdevoll
und anmutigen Baumes können zu Heilzwecken verwendet
werden. Tee aus den Blüten zubereitet ist ein
nervenstärkendes, krampfstillendes und beruhigendes
Mittel, das vor dem Einschlafen getrunken, wohltuende und
entspannende Ruhe beschert. Läßt man den Tee
etwas ziehen, wirkt er schweißtreibend und ist so zur
Schwitzkur bei Erkältungskrankheiten, bei Reizhusten
und als Schnupfenmittel geeignet.
Äußerlich angewendet wirken Vollbäder aus
Blüten und Absud aus Rinde und Blättern in
Lotionen und Kompressen gegen Brandwunden und
Entzündungen.
Diese vorzüglichen Eigenschaften verdankt die Linde
ihrem Gehalt an Flavon-Glykosiden, wenig ätherischen
Ölen,
Gerbstoffen, Pflanzenschleim und
Vitamin
C ,
sowie
Vitamin P
.
Gemeiner
Löwenzahn:
Taraxacum officinale Wiggers.
Asteraceae (= Compositae) , Familie der
Korbblütler;
Taraxacum ist eine außerordendlich
formenreiche Gattung (über 240 Kleinarten!) und noch in
fortlaufender Bildung neuer Sippen begriffen. Dies liegt an
Unregelmäßigkeiten bei der Fortpflanzung (sog.
Apomixis). Allein die Art des Gemeinen Löwenzahn
umfäßt etwa 140 Kleinarten.
Der Löwenzahn trägt eine Unmenge
volkstümlicher Bezeichnungen: z.B. Bitterblume,
Pusteblume, Hundsblume, Kettenröhrlein, Milchstock,
Mönchskopf, Wiesenlattich, Sommerwurzel, Kuhblume,
Kuckucksblom, Bimbaum, Bettpisser, Lampe, Lichtblom,
Bumbansbüsch, um nur einige zu nennen.
Leider wird der Löwenzahn wegen seiner kräftigen,
fingerdicken, tief im Erdreich verankerten Wurzel und seiner
Vermehrungsfreudigkeit von vielen Gärtnern als Unkraut
bekämpft, obwohl seine heilenden Vorzüge (erst)
seit dem 16. Jahrhundert bekannt ist.
Traditionell wurden Blätter und Wurzel als
harntreibendes Mittel eingesetzt, doch auch die
gold-hellgelben Blüten können zu Heilzwecken
verwendet werden.
Zuerst erwähnt wurde die Pflanze mit ihren
tiefgrünen gezackten, dem Löwengebiß
ähnelnden Blättern von arabischen Ärzten. Auf
die aus dem nördlichen Europa und Asien stammende
Pflanze wurde man hier relativ spät aufmerksam und
entdeckte ihre mannigfaltigen
Verwendungsmöglichkeiten:
Aus den jungen Blättern läßt sich ein
appetitlicher Salat zubereiten, die frühjährlichen
Knospen stehen im Geschmack den Kapern nicht nach. Die
gerösteten Wurzeln dienten früher als Kaffeersatz
und aus seinen Blüten kann man sogar Wein
herstellen.
Hauptinhaltsstoffe des Löwezahns sind Bitterstoffe
(Sammelbegriff "Taraxacin"), sowie Flavonoide. Im Milchsaft sind
vorherrschend Cerylalkohol, Lactucerol, Inosit, Taraxacerin und
Cholin enhalten; in der Wurzel
Inulin, Gerbstoff und ätherisches
Öl,
in den Blättern Vitamin
C und viel
Kalium, in den Blüten
Xanthophylle.
Die Blätter wirken stärker harntreibend als die
Wurzel. Letztere stimuliert mehr die Funktion der Leber und
Bauchspeicheldrüse und regt die Darmtätigkeit an,
was in erster Linie die Verdauung fördert, aber auch
zur Beseitigung unreiner Haut, Schuppen und Ekzeme
beiträgt.
Die Pflanze ist tatsächlich so wirkungsvoll, daß
alleine ein Aufguß aus getrockneten Blüten als
Haarspülung schnell und sichtbar gegen Schuppen
hilft!
Aber Vorsicht mit dem frischen Pflanzensaft! Wenn Kinder den
Milchsaft aus den Stengeln saugen, kann es zu einer
Taraxacinvergiftung kommen, die sich durch Übelkeit,
Erbrechen, Durchfällen und starke
Herzrythmusstörungen aüßert.
Lycium
barbarum
L. :
Gemeiner Bocksdorn,
Sloanaceae, Familie der
Nachtschattengewächse;
Ein bis zu
5 m hoher Strauch mit überhängenden,
rutenförmigen Ästen, lanzettlichen Blättern
und trichterförmigen, an der Spitze radrunden,
violetten Blüten. Diese ursprünglich in China
beheimatete mehrjährige Pflanze wurde hier verbreitet
eingebürgert. Man pflegt sie in Gärten,
Blumenkübeln oder trifft sie wildwachsend an. Ihre
Blütezeit ist von Juni bis August. Aus
einschlägiger Literatur ergeben sich keine Hinweise auf
heiltherapeutisch nutzbare Inhaltsstoffe, medizinische
Anwendung u.ä..
vgl.
Wolfberry
Ma Huang:
Meerträubel, Ephedra,
Ephedra sinica;
Die Zweige dieser Pflanze
wirken fiebersenkend, antibakteriell, krampflösend, schweiß-
und harntreibend.
Achtung: Ma Huang darf
nicht während einer Behandlung mit Antidepressiva aus der Gruppe
der MAO-Inhibitoren (Momo-Amino-Oxidase-Hemmer) angewandt werden. Ebenfalls
bei Grünem Star, Bluthochdruck und Koronarthrombosen ist vom Gebrauch
dieser Pflanze abzusehen.
Ma Huang beinhaltet
Ephedrin, pharm das 1-Phenyl-2-mathylaminopropan-1-ol; ein Alkaloid aus Ephedra-Arten (als L-Ephedrin;
synthetisch als - weniger wirksames DL-Ephedrin).
Es handelt sich hierbei
um ein direkt wirkendes Sympathomimetikum (""Nervenstimulanz"") mit zentral
erregender Wirkung.
Anwendungsgebiete: wegen seiner gefäßverengender
Wirkung örtlich (als Nasentropfen) zur Abschwellung der Nasenschleimhaut,
am Auge als Mydriatikum ("Pupillenerweiterer"), bei Bronchialasthma, in
Hustensäften, zur Blutdrucksteigerung bei Niedrigdruck.
In höheren Dosen
treten Nebenwirkungen am ZNS (Zentrales Nervensystem), wie Erregtheit,
Schlaflosigkeit und am Herzen, wieTachykardie=Herzrasen auf.
Myrica
Gale
L.:
Heide-Gagelstrauch,
Myricaceae , Familie der
Gagelstrauchgewächse;
Aromatisch
riechende, dicht mit Harzdrüsen besetzte Holzpflanze,
Blüten eingeschlechtig, in Ähren. Einzige Gattung
der Familie Myricaceae. Bis 1 m hoher , 2-häusiger
Stauch; Blätter lanzettlich, etwas gesägt.
Männliche Kätzchen bis 1,5
cm, weibliche 5-6 mm lang; ausdauernd, Blütezeit April
bis Mai. Heidemoore, vor allem im Nord-Westen bis
Schleswig-Holstein verbreit; im Küstengebiet von
Mecklenburg zersteut, selten in Niederlausitz.
Preiselbeere :
Vaccinium vitis-idaea L.
Ericaceae, Familie der
Heidekrautgewächse;
Die Preiselbeere ist eine nahe Verwandte der
Bärentraube, Großfrüchtigen Moosbeere
(Cranberry) und der Blaubeere,
wächst gerne in Kiefernwäldern, Mooren und in
Zwergstrauchheiden bis 2500 m Höhe. Sie hat im
Gegensatz zur Blaubeere derbe, wintergrüne
Blättchen, weiße (oder auch rötliche)
Blüten und glänzend-scharlachrote Beeren. Sie wird
mehrere Jahre alt und blüht von Mai bis Juli.
Aus ihren Blättern bereitet man sich in der
Phytotherapie -und auch zusätzlich zu synthetischen
Arzneimitteln- im Falle einer Nieren- oder
Blasenentzündung einen Tee zu, der die
Harnalkalisierung fördert. Die Blätter der
Preiselbeere, und in noch höherem Maß die
Blätter der Bärentraube, beinhalten die
Glycoside Arbutin und Methylarbutin,
Flavonoide und
Gerbstoff
.
Die Beeren werden nicht heiltherapeutisch verwendet, aus
ihnen macht man Kompott, Mus oder Saft.
Rosmarin:
Rosmarinus
officinalis L.
Lamiaceae (=
Labiatae)
, Familie der Lippblütler;
Diese aromareiche Pflanze hat ihren Platz normalerweise im
Gewürzregal zum Verfeinern von Suppen, Soßen und
zum Bestreuen von Fleisch und Fisch. Sie ist aber auch in
der Naturapotheke ein nützliches Kraut zur Herstellung
von Tee, Bädern und Tinkturen. Diese sind überaus
wohltuend, sollte man sich mal erschöpft und verspannt
fühlen. Man kann es auch als Gurgelwasser bei
Mundentzündungen oder als Lösung zur Behandlung
von Verrenkungen, Verstauchungen, Quetschungen und
Ödemen (Wasseransammlungen) verwenden.
Seine durchblutungsfördernde und
gefäßerweiternde Wirkung verdankt der Rosmarin
ätherischen
Ölen,
Gerbstoffen, Bitterstoffen und
Saponinen.
Salbei:
Echter
Salbei,
Salvia
officinalis L.
Wiesen-Salbei, Salvia
pratensis L. (arzneilich unbedeutend infolge
Fehlens von ätherischem Öl)
Lamiaceae (=
Labiatae)
, Familie der Lippblütler;
Im allgemeinen als Heilmittel gegen Schnupfen,
Katerkopfschmerzen und Nierenkolik bekannt, hilft der Salbei
in verschiedener Zubereitung und Dosierung gegen Beschwerden
vielfältigster Arten; die da wären:
Nervosität, Streß, Erbrechen und Durchfall,
Fieber, Schlaflosigkeit, (Hals-)entzündungen, Wunden
und Hautprobleme.
Im besonderen hilft ein Aufguß aud den Blättern
dieser kniehohen, blau blühenden Pflanze bei
Entzündungen im Rachenraum,
Schilddrüsenüberfunktion i.S. von Nervosität
und beim Abstillen.
Mindestens 1,5 Prozent ätherisches
Öl ,
Salviol, Kampfer, Gerb-, und Bitterstoffe
verleihen dem Salbei diese Eigenschaften, Entzündungen
zu heilen, zu desinfizieren, zu beruhigen bzw. anzuregen und
schweißhemmend bzw. -treibend zu wirken (je nach
Dosierung !).
Wegen des Thujongehaltes soll man Salbei nur zeitlich
begrenzt einnehmen.
Schafgarbe:
Achillea
millefolium L.
Asteraceae (= Compositae) , Familie der
Korbblütler;
Die Blüten und Blätter dieser wegen ihrer
Heilkraft besonders vielseitig verwendbaren Pflanze
ergeben
als
Tee, gekochten Absud, bzw. frischen Saft und Badezusatz eine
natürliche Medizin gegen Magenstötungen und
Leibschmerzen, die mit Wirbelsäulenproblemen verbunden
sind, träge Verdauung, bzw. Quetschungen,
oberfläche Blutungen und kleine Wunden.
Die Schafgarbe wird innerlich zur Linderung von
Darmkrämpfen, Blähungen,
unregelmäßiger, schmerzhafter Menstruation und
zur Förderung eines gesunden Appetits verabreicht.
Äußerlich setzt man sie in Form von
Umschlägen und Bädern bei schlecht heilenden
Wunden ein.
Diese Verwandte der erheblich teureren Kamille gilt als das
Quecksilberchrom und die Jodtinktur der Wiesen und Felder.
Sie verdankt ihre krampflösende,
entzündungswidrige und tonisierende ("belebende")
Wirkung dem Anteil an Bitterstoff, Flavonen, Gerbstoff, Glycosid, ätherischem
Öl -
meist Proazulenen, Kampher, Eukalyptol - und Asparagin.
Asparagin ist eine nicht essentielle Aminosäure, kommt
frei oder als Eiweißbaustein vor, wirkt
wachstumsfördernd und im Hirn- und Nervengewebe auch im
Sinne der Stopffwechselüberwachung.Sie spielt zudem
eine wichtige Rolle bei der Ammoniakentgiftung (NH3) des
Körpers.
Schizandra:
Schisandra chinensis
Schizandra ist eine aus China stammende Pflanze, die in
traditionellen Riten seit Urzeiten von ostasiatischen
Völkern zubereitet, serviert und genossen wird. Sie
wurde schon vor Jahrhunderten von heimischen Bauern bis zur
Ernte sorgfältig gepflegt und von Kaisern und
Regierenden aufgrund ihrer speziellen belebenden,
erfrischenden, entspannenden und kräftesteigernden
Vorzüge geschätzt.
Verwendete Teile dieser Pflanze sind die Früchte. Die
Schizandra-Beeren gehören in China zu den beliebtesten
Kräftigungsmitteln; sie sind dazu als Aphrodisiakum
bekannt. Begüterte Chinesinnen nutzten sie als
verschönerndes Hautpflegemittel.
Der chinesische Name Wu Wei Zi heißt übersetzt
"Frucht der fünf Geschmacksrichtungen", jedoch
überwiegt das säuerliche Aroma.
Schizandra-Beeren helfen bei Schlafstörungen und
Angstzuständen. Sie gelten auch als sexuell anregendes
Naturmittel.
Nun ist diese in Ehren jung und würdig gebliebene
Pflanze auch uns zugänglich. Ihre
außergewöhnliche Fähigkeit ist es,
gleichzeitig stärkend und besänftigend zu
wirken.
Thymian:
Thymus
vulgaris L.
Lamiaceae
(= Labiatae) , Familie der
Lippblütler;
rosafarbene, selten auch weiße Blüten
Zur Familie der Lippblütler gehören der
Salbei, die Melisse, der
Rosmarin, die Minze, das Bohnenkraut
und viele andere geschmacklich sowie gesundheitlich
wertvolle Kräuter.
So
entstammen ihr auch der Thymian und der
Quendel, Thymus serpylum L.,.
Zu Zeiten Karl des Großen war der Anbau dieser beiden
eine Regierungsverordnung, denn sie verleihen durch
regelmäßigen Gebrauch Widerstandskraft gegen
Epidemien, Pest und Lepra, die früher der
Bevölkerung drohten, bzw. helfen bei Grippewellen, die
uns heutzutage zu schaffen machen.
Thymian und Quendel wirken anregend und kräftigend auf
den gesamten Organismus, wobei die Wirksamkeit des Thymians
noch ausgeprägter ist. Sie bekämpfen erfolgreich
Schwächen des Kreislaufsystems, mangelnde Spannkraft,
alle Arten von Krämpfen,vom Husten und Keuchhusten,
Asthma und Magenkrämpfen bis zu Katharr, Angina,
Bronchitis, Lungen- und Rippenfellentzündung.
Sie sind harntreibend und können deshalb gegen Nieren-
und Harnblasenschwächen, Rheumatismus und Gicht
eingesetzt werden. Man verwendet sie auch als
Entwurmungsmittel und zur Zyklusregulation.
Sie besitzen antiseptische Kräfte, die sie ihrem Gehalt
an Thymol oder "Thymiankampfer" verdanken, wodurch sie Viren
und Bakterien in der Luft und Infektionserreger auf der
Haut, bzw. im Körper bekämpfen.
Innerlich als Tee bzw. äußerlich verabreicht in
Form von Kompressen, Umschlägen, Bädern,
Verbänden, bzw. Lotionen lindern Thymian und Quendel
Beschwerden, die Desinfizierung erforderlich machen (also
bei Wunden, Quetschungen, Gicht, Schnupfen, Zahnschmerzen
usw.).
Die Wirkung kann man als umfassend krampf- und
schleimlösend, im besonderen Maße desinfizierend,
appetit- und verdauungsanregend beschreiben, was auf den
Gehalt an ätherischem
Öl
mit Thymol, Gerbstoffen, Glycosiden, Saponinen und Borneol
zurückzuführen ist.
Borneol:
pharmaz
Borneokampfer, C10H17 OH , aus Kampfer, im ätherischen
Öl zahlreicher Pflanzen vorkommendes wirksames
zyklisches Keton (=C=O, Ketogruppe) mit charakteristischem
Geruch.
Hinweis: Abzuraten für stark nervöse Menschen, bei
Herzschwäche und Schwangerschaft. Kann zur
Überfunktion der Schilddrüse führen.
Waldmeister;
engl.:
Woodruff.
Galium
odoratum
L.
=
Asperula
odorata (Labkraut)
Rubiaceae, Familie der
Rötegewächse;
Der
Waldmeister ist ein Würzkraut, das uns vornehmlich als
Bestandteil der Maibowle bekannt ist. Er wächst
mehrjährig, verbreitet und häufig in schattigen
(Buchen-)Wäldern, wird bis zu 30 cm hoch, hat einen
glatten Stengel und gleichgestaltete Neben- und
Laubblätter, so daßmehrblättrige Wirtel
vorgetäuscht werden. Seine Blüten sitzen in
lockeren Trugdolden, blühen von Mai bis
Juni.
Zur Bereitung der Maibowle wird der Waldmeister frisch
gepflückt und verarbeitet, doch auch in getrockneter
Form besitzt er Genußmittel-, entzündungswidrige
und gefäßerweiternde Eigenschaften. Köstlich
schmeckt der Waldmeister getrocknet mit Erdbeer- und
Himbeerblättern zum Tee aufgegossen: Dazu mischt man 5
g Waldmeister mit 45 g Erdbeer- und 50 g
Himbeerblättern.
Frisch gepflückt und in Büscheln gebunden in der
Wohnung verteilt, verstömt der Waldmeister monatelang
einen maifrischen Duft und bekämpft wirkungsvoll
Kleidermotten. (Sehr zu empfehlen!).
Dieser charakterischtische Geruch liegt an dem im Waldmeister
enthaltenen Cumarin, einem Glykosid, welches erst beim
Verwelken aus einer nicht riechenden Zuckerverbindung frei
wird.
Cumarin
ist in vielen Pflanzen enthalten und dient in der Medizin
als Baustein synthetischer Antibiotika (z.B. Novobiocin) und
Antikoagulanzien, d.h. zur Verminderung der Blutgerinnung
bei Thrombosegefahr und nach Herzinfarkten (z.B. Marcumar,
Sintrom; verschreibungspflichtig).
Neben Cumaringlycosid enthält der Waldmeister
Asperulosid, Bitterstoffe und Gerbstoffe.
In Form von Bowle und Tee ist Waldmeister ganz sicher
unschädlich, - eher wegen der leicht
entzündungswidrigen, beruhigendem, entkrampfenden und
gefäßerweiternden Wirkung - und wegen des
"waldduftigen" Geschmacks ein gesundes und wohlschmeckendes
Erfrischungsgetränk.
Weißdorn
Crataegus
oxyacantha L.
Rosaceae, Familie der
Rosengewächse;
weiße oder rosa Blüten
Den Weißdorn, auch Mehlbaum genannt, ordnet man wie
die Heckenrose, den Brombeerstrauch und den Apfelbaum zur
Familie
Rosaceae.
Er wächst strauch- oder bäumchenartig, dicht,
aufrecht und kann eine Höhe von 5 Metern erreichen.
Hellgraue Rinde, leuchtend grüne, stumpflappige,
gesägte Blätter, bis zu 6 cm lange Dornen und die
eher unangenehm riechenden Blütenbüschel
charakterisieren diese Pflanze, die häufig als
Zierstrauch in Gärten, überall auf dem Lande oder
als Wegbepflanzung anzutreffen ist. Aus ihren kleinen runden
roten Früchten wurde - und wird von manchen
Völkern heute noch - eine Art Brot gebacken.
Die Früchte besitzen zudem die Qualität, Durchfall
zu stoppen; die Rinde wirkt fiebersenkend und den
Blüten kommt die jahrhunderte lang bewährte
Eigenschaft zu, die Herzleistung zu verbessern und den
Blutdruck zu regulieren. Außerdem werden sie gegen
nervöse Krämpfe, Arteriosklerose, Angina pectoris
und Fettleibigkeit verabreicht.
Der Weißdorn besitzt keinerlei giftige Eigenschaften
und ist darum als Dauerbehandlung allen Menschen zu
empfehlen, die unter Streßstehen, sich abgespannt,
nervös, kurzatmig und schwindelig fühlen, oder
sich vor den Gefahren des schädlichen Cholesterins und
der Arterienverkalkung schützen wollen.
Seine Wirkstoffe sind Säuren,
Amine und
Flavonoide .
Weißdorn, hom Crategus.
Wermutkraut
Artemisia
absinthium L.
Asteraceae , Familie der Korbblütler;
gelbe Blüten
Mit dem sprichwörtlichen Wermutstropfen hat so manch
einer schon Bekanntschaft gemacht und vom In - Getränk
der 20er Jahre, dem Absinth, auch schon gehört.
Tatsächlich überschreitet der Wermut bei weitem
jedes jedes erträgliche Maßan Bitterkeit (wodurch
er mit Recht die Prüfungen des Lebens symbolisiert),
und beinhaltet ein Gift - das Thujon -, welches in
Verbindung mit Spirituosen bei überhöhter
Dosierung zu einer Droge mit Symptomen des komplizierten
Alkoholismus wird: motorische und sensible Störungen,
Übelkeit, Antriebslosigkeit, Stumpfsinn und
Abbauerscheinungen des zentralen Nervensystems.
In schwachen Dosen ist der Wermut, auch bitterer
Beifuß genannt, ein
Appetitanreger wie Anis, Artischocke und Fenchel. Diese
Eigenschaft wurde schon Berichten zufolge von den
Ägyptern, Griechen und Kelten geschätzt.
Im 14. Jahrhundert erkannte man seine Wirksamkeit dieser
rispenastigen, seidig - filzigen Pflanze mit den 2 bis 3-
fach fiedteiligen Grundblättern gegen Rheumatismus,
Infektionen, Skorbut (Vitamin C-Mangel), Zahnschmerzen,
Fieber und Parasiten aller Art.
In unserer heutigen Zeit nutzt man seine beruhigenden und
abwehrsteigernden Kräfte vor allem, um Leibschmerzen zu
lindern, Durchfall zu bekämpfen, das Immunsystem bei
Rekonvaleszenten eines Leberleidens zu stärken und um
die Menstruation zu regeln oder hervorzurufen.
Wirksame
ätherische Öle , Gerb - und Bitterstoffe erheben
den Wermut zur Heilpflanze; - würde er nur nicht so
abscheulich schmecken! -
hom
Absinthium.
Wolfberry
Lycium
L.,
Bocksdorn
Sloanaceae,
Familie
der Nachtschattengewächse;
Wolfberry nennt man im Englischen mehrere Arten der Gattung
Lycium L.
In China verbreitet wächst z.B. die "pale wolfberry",
Lycium pallidium. Sie ist dort eine Nutzpflanze, aus deren
Blättern Salat bereitet wird. Aus Beeren dieses
Strauches stellt man Wien her, dem man eine vitalisierende
und lebensverlängernde Wirkung nachsagt.
Im Südwesten der USA wächst eine Art mit Namen
Lycium berlandieri. Die Indianer aßen die Beeren zu
medizinischen Zwecken: Es heißt sie steigere die
Lebenskraft, verleihe Frohsinn und übe eine
günstige Wirkung auf Nieren, Leber und das Immunsystem
aus.
Die wolfberry ist reich an Vitamin
C,
Beta-Carotin, Aminosäuren und besitzt eine
außergewöhnlich hohe Süßkraft.
Neben den erwähnten Arten exisieren nach viele weitere
wolfberrys, z.B. Lycium andersonii und Lycium fremontii.
Im Aussehen ähnelt die wolfberry dem Gemeinen Bocksdorn
( Lycium
barbarum
L.), der auch zur Familie der Nachtschattengewächse
gehöhrt und bei uns heimisch ist.
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