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Angelikawurzel, Engelwurz,
Brustwurz:
Angelica
archangelica L. (Dang Gui: Angelica chinensis )
Apiaceae
(=Umbelliferae) , Familie der
Doldengewächse;
grünliche oder gelbliche Blüten
Sie ist eine bis schulterhohe auffallende Pflanze mit
daumendicken hohlem Stengel, grünlich- oder
gelblichweißen halbkugeligen Blütenständen,
großen doppelt gefiederten Blättern,
süßem Duft und ist in all ihren Teilen tonisch,
anregend, blutreinigend und schweißtreibend.
Sie hilft bei Magenschmerzen, Migräne, stärkt die
Schleimhäute der Bronchien und Lungen, macht Muskeln
geschmeidig, unterstützt die Herztätigkeit und
beruhigt angegriffene Nerven.
Sie wirkt gegen Appetitmangel, Völlegefühl,
Blähungen und erhöht die Harnproduktion.
Die aromatisch duftende Pflanze ist wichtiger Bestandteil
von Magenlikören (z.B. Benektiner, Boonekamp und
Charreuselikör).
Ihre Wirksamkeit beruht auf 0,5%
ätherischen Öl von feinem Aroma, Bitterstoffen,
verschiedenen Säuren, Xanthotoxin, Umbelliferon,
Imperatorin ect., Harzen, Wachs, Pektin und Gerbstoffen. Man bereitet sich aus der
Wurzel, den Blättern, Blüten oder Trieben Tee zu,
aus Wurzel, Samen und Blättern Wein, oder - was gegen
Rheumatismus helfen soll - Fuß-, Hand- oder
Vollbäder.
Aronia:
Aronia ist die Bezeichnung für
die nordamerikanische Schwarze
Johannisbeere.
Bayberry
bark:
Pimenta
diocina, Pimenta officinalis
Bayberry bark ist die Rinde des Nelkenpfefferbaumes. Seine
getrockneten Früchte nennt man Piment, ein
aromatisches, häufig angewantes
Küchengewürz.
Bayberry ist in Zentralamerika heimisch und wird heute in
vielen anderen Gebieten, vor allem auf Jamaika kultiviert.
Er gilt auch als Heilpflanze gegen Venenprobleme
(Krampfadern) und zur Steigerung der Immunsystems
verwendet.
Der Nelkenpfefferbaum wird 6 bis 13 m hoch. Sein dünner
Stamm wird von einer grauweißen abschuppenden Rinde
ummantelt. Seine Blätter sind länglich oval, etwa
10 cm lang, ledrig, kahl, durchscheinend punktiert und lang
gestielt. Die Blütenstände wachsen
doldenähnlich und tragen viele kleine, ovale stark
duftende weiße Blüten. Aus ihnen entwickeln sich
rötlichbraune bis graue Beeren, die nicht
größer als 1/2 cm werden. Sie bergen in ihren
zwei Fruchtälften je einen schwarzbraun glänzenden
Samen.
Die Früchte werden kurz vor der Reife geerntet und
getrocknet. So erhält man das Gewürz Piment. Und
damit würzten schon die Azteken.
Sein Geschmack ist fein, dem Pfeffer ähnlich scharf und
erinnert wegen seines Gehaltes an Eugenol gleichzeitig an
Zimt, Nelken und Muskat. Piment ist vielen
Gewürzmischungen beigemengt. Man verwendet es für
die typischen Wiener Speisen, für Fleischküchlein,
Wildgerichte, Bratkartoffeln , Wirsing und Spinat.
Außer in Österreich und in England, wo man seit
dem 17. Jahrhundert das "Allspice" nach wie vor gerne
verwendet, verdrängte der Pfeffer das Piment vom ersten
Platz der Beliebtheitsskala und nahm wieder seine
vorhergehende Stellung ein. Piment wird bei uns
unsvorwiegend als (Weihnachts)-Backgewürz
verwendet.
Ein Vorteil, mit Piment zu würzen liegt an seiner
Eigenschaft die Amylaseaktivität zu erhöhen
(Amylase ist ein Verdauungsenzym, das im Mund und Magen
Zuckerverbindungen wie z. B. Stärke
und Glycogen "vorspaltet"), den
Speichelfluß anzuregen und somit
verdauungsvördernd zu wirken. Früher war Piment
außerdem wesentlich billiger als Pfeffer, Zimt und
Nelken.
Carthamus
L.:
Saflor,
Asteraceae
(=Compositae) , Familie der
Köpfchenblüter, Korbblüter;
Der Saflor, auch wilder Safran genannt, stammt
hauptächlich aus Kulturen (Färbepflanze) und
wächst bei uns selten verwildert. (Heimat: Orient).
Blüten der Köpfchen dieser mit der Distel nah
verwandten, staudenförmig wachsenden Pflanze sind alle
röhrenförmig, ihre Blätter sitzend, breit
lineal, kahl, am Rand stachelig gezähnt und
wechselständig. Der Saflor ist eine einjährige
Pflanze und blüht von Juli bis September.
Färber-Saflor., C.
tinctorius
L.
Ihre gerstenkorngroßen Früchte werden als
Heilmittel im weiteren Sinne betrachtet, denn sie enthalten
Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Jenes wird im Rahmen einer gesunden Ernährung gerne
verwendet. Die Früchte ähneln im Geschmack den
Sonnenblumenkernen.
Im alten Ägypten nutzte man Saflor als Färbemittel
wegen seines gelben Blütenfarbstoffes.
Heute dient die Pflanze zur Ölgewinnung und wird in der
Vereinigten Staaten, Mexiko und Südostasien
angebaut.
Das Färberdistelöl enthält - mehr als alle
anderen Öle - 70 Prozent Linolensäure, die
wichtigste der essentiellen
Fettsäuren. Sie steht auf dem Speiseplan aller
Diabetiker, sowie Menschen mit Leber- und Gallebeschwerden.
Färberdistelöl schmeckt neutral bis leicht
nußartig und ist daher zur Zubereitung aller Gerichte
geeignet. Allerdings mindert Hocherhitzen beim Braten seine
Qualität.
Zum Vergleich: Olivenöl enthält nur 15 Prozent
Linolensäure und nur die einfach gesättigte
Ölsäure. Sonnenblumenöl hat dem
Färberdistelöl gleichrangige Vorzüge und ist
außerdem deutlich billiger.
Chinarinde:
Cortex Chinae (altperuanisch Kina =
Rinde) :
Rinde von Pflanzen der Gattung Cinchona, auch Fieberrinde genannt, ist die
Stamm- und Zweigrinde mehrerer in Südamerika heimischer
Baumarten, die auch in Ostindien, Ceylon, Java und anderen
tropischen Gebieten kultiviert werden. Im Handel
unterscheidet man die braune, rote und gelbe
Königschinarinde.
Sie riecht schwach aromatisch, schmeckt bitter
zusammenziehend und findet vorwiegend in der Medizin wegen
ihres Gehaltes an Chinin (Alkaloide), als Mittel gegen Malaria
und Fieber in Form von Abkochungen, Tinkturen, Extrakten und
hom Potenzierungen Verwendung.
Chinarindenauszüge werden auch zur Herstellung von
Haarwässern benutzt .
Cranberry (engl.) =
Großfrüchtigen Moosbeere
:
Vaccinium macrocarpon AIT.
Ericaceae, Familie der
Heidekrautgewächse;
Die Cranberry gehört zur der Gattung Heidelbeeren
(Vaccinium), genauso wie die Blau- und der Preiselbeere. Ihre Species nennt man
Moosbeere, die noch in weitere (Sub)species unterteilt
ist.
Ihre ursprüngliche Heimat ist das östliche
Nordamerika [dort =Oxycoccus macrocarpon]. Sie wächst
in Deutschland und den angrenzenden Gebieten angepflanzt,
auch oft verwildert und ist an ca 15 Orten
eingebürgert. (Besonders in Holland).
Sie ist in allen Teilen etwas kräftiger und
größer als ihre Moosbeer-Verwandten:
Vaccinium oxycoccus L. - Kleinfrüchtige Moosbeere
Subspecies ssp. V. oxycoccus.
Subspecies ssp. V. microcarpum.
V. macrocarpon - Großfrüchtigen Moosbeere.
Ihre roten Früchte erreichen 10-20 mm im Durchmesser,
die lanzettlich-stumpflappigen Blätter 6-17 mm
Länge. Sie wird mehrere Jahre alt und blüht von
Mai bis Juli.
Wie die Blätter der Preiselbeere, und in noch
höherem Maß die Blätter der
Bärentraube, beinhalten die der Cranberry Glycoside Arbutin und Methylarbutin,
Flavonoide und
Gerbstoff
.
Die Beeren werden nicht heiltherapeutisch verwendet, aus
ihnen macht man Kompott, Mus oder Saft.
Curcuma, Kurkuma,
Javanische Gelbwurz, Temoe Lawak:
Curcuma
xanthorrhiza,
Familie der Ingwergewächse;
Curcuma wird auch Javanische Gelbwurz genannt. Dies sind die
Wurzelstöcke dieser in Südasien heimischen,
namentlich in Ostindien und Südamerika vorkommenden
Pflanze. Sie ist eine stengellose Staude mit langstieligen
Blättern und fischgrätartig angeordneten
Blattnerven.
Der Geruch ihrer Wurzeln ist angenehm aromatisch, erinnert
an Ingwer, der Geschmack ist gewürzhaft und dabei etwas
brennend.
Curcuma wird als Gewürz, Bestandteil des Curry-Powders,
als kräftig gelber Farbstoff (in der Kosmetik) und als
Stärkemehl verwendet. Als Tee zubereitet wird der
Wurzelstock dieser Heilpflanze zur Anregung der
Gallensaftbildung, bei Gallenblasenentzündung und
Verdauungsschwäche eingesetzt. Er besitzt
zusätzliche antiseptische Wirkung.
Seine Inhaltsstoffe sind auffallend viel ätherisches
Öl
und 1,5 Prozent gelbe Farbstoffe (vor allem
Curcumin).
Damiana:
Turnera Diffusa ;
Damiana ist ein in Südamerika, Kalifornien und Texas
wachsender Strauch. Verwendet werden die getrockneten
Blätter.
Inhaltsstoffe, die bis heute noch nicht erforscht sind
(oder
doch??),
wirken äußerst anregend, konzentrationssteigernd
und potenzfördernd.
Ein Teelöffel getrockneter Blätter - 10 Minuten in
einer Tasse mit heißem Wasser gezogen - übt eine
milde aphrodisierende Wirkung von 1 - 1,5 Stunden aus; aber
Achtung! Man ist zudem für Stunden hellwach, an Schlaf
ist nicht zu denken.
Echinacea;
Schmalblättriger Igelkopf:
Echinacea
angustifolia,
Asteraceae
(=Compositae) , Familie der
Köpfchenblüter, Korbblüter;
Ursprünglich war Echinacea in USA beheimatet und wurde
von den Indiandern zur Behandlung von Schlangenbissen,
Fieber und Verletzungen verwendet. Nun ist diese sehr
attraktive, hüfthohe Pflanze mit
margeritenähnlichen großen, meist
rötlich-rosafarbenen Blüten auch in Mitteleuropa
fest eingbürgert, wächst angebaut und
verwildert.
Die Wurzel der Echinacea wird wegen ihrer stimulierenden
Wirkung auf das Immunsysten geschätzt, denn sie
steigert die körperlichen Abwehrkraft bei Neigung zu
Infektionskrankheiten, Furunkulose und schlecht heilenden
Wunden. Sie eignet sich, Erkältungen mit all ihren
Begleiterscheinungen vorzubeugen. Dazu bereitet man sich Tee
aus der grob gepulverten getrockneten Wurzel zu und trinkt
ihn taktweise, -eine Woche lang, dann eine Woche Pause und
so weiter- über 2 Monate, z.B. in der kalten
Jahreszeit.
Inhaltsstoffe sind Heteroglykane, Echinacosid,
Cichoriensäure ect.
Ein führendes Fertigarzneimittel ist das Echinacin,
welches Preßsaft aus frischem Kraut des Roten
Sonnenhutes enthält. Bei einigen
Echinacea-Fertigarzneimitteln wurden
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag,
Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen beabachtet.
Anmerkung: Die verschiedenen Namen von Echinacea: Sonnenhut,
Kegelblume, Rudbeckie und Igelkopf werden umgangssprachlich
bunt durcheinandergewürfelt; der korrekte
botan
Name des
Sonnenhutes lautet Rudbeckia L.; R. hirta L., Rauher S. und R.laciniata
L.,
Schlitzblättriger S. sind bei uns heimisch und werden
in Botanik-Literatur beschrieben.
Enzian:
Gentiana
lutea L.
Gentianaceae, Familie der
Enziangewächse ;
gelbe Blüten
Die Wuzel dieser oft einen Meter hohe Gebirgspflanze mit
ovalen gegenständigen Blüten dient zur Herstellung
bitterer Aperitifs, von Heiltees gegen Infektionen (Grippe),
Leber- und Darmschmerzen, gegen Parasiten und zur Anregung
der Verdauung.
Der Bitterstoff, - die Gentiansäure -, Glykoside und Mineralsalze wirken
beruhigend,entzündungshemmend, fiebersenkend und
harntreibend; Tee aus den Blüten wirkt
schweißtreibend. Der Enzian stärkt das
Immunsystem indem er sich positiv auf die Anzahl der
Leukozyten (weiße Blutkörperchen) auswirkt.
Bei zu hoher Dosierung allerdings hemmt er die Verdauung und
kann Erbrechen hervorrufen.
Estragon:
Artemisia
dracúnculus L. (engl.:
tarragon)
Asteraceae
(=Compositae), Familie der
Köpfchenblüter, Korbblüter;
grüngelbe Blüten
Der stark aromatisch duftende Estragon gehört wie der
Löwenzahn, die Kamille, Distel und Sonnenblume zur
Familie der Korbblüter. Er ist - wie der Wermut -eine Art der Gattung
Beifuß (Edelraute) und als Küchenkraut zum
Würzen fetthaltiger Speisen, auf Steak, zu Huhn,
Salaten beliebt. Er verleiht in Essig eingelegten
Gemüsen einen köstliches Aroma und nimmt die
unangenehme Schärfe.
Im Freien wachsend erreicht er eine Höhe von mindestens
dreisig Zentimetern bis zu über einen Meter. Seine
Blätter sind schmal, lanzettlich, ungeteilt, ganzrandig
oder schwach gesägt und von nahezu leuchtendem
Grün. Die Blüten sind höchstens 5 mm breit
und stehen in schwach kegelförmig aufgewölbten,
kopfigen, traubigen bis rispigen
Blütenständen.
Der Estragon ist eine ausdauernde Pflanze und blüht
jährlich von August bis Oktober. Seine
ursprüngliche Heimat ist Sibirien.
Wild wachsen ist er kaum zu finden, außer in der
Nähe von Gärten, in denen er kultiviert wurde und
sich nun ausgebreitet hat.
Der Estragon ist ein bewährter, magenfreundlicher
Appetitanreger. Er wirkt harntreibend, antirheumatisch,
begünstigt die Fettverdauung und bekämft
Magenübersäuerung und Blähungen. Man sagt ihm
überdies nach, er beruhige Schmerzen; vor allem
Zahmschmerzen.
Ginkgo:
Ginkgo
biloba,
Der
Ginkgobaum, auch Japanischer Tempelbaum genannt, ist der
letzte Vertreter einer ausgestorbenen, der Familie der
Nadelbäume nahestehender Pflanzenfamilie. Vor über
100 Millionen Jahren war diese urzeitliche Baumart in
unseren Mitteleuropäischen Breiten weit verbreitet,
wich jedoch der Eiszeit nach Fernost aus. Ab der Mitte des
18. Jahrhunderts wurde der Ginkgo mit seinen eigenartigen
zweilappigen, an winzige Fächer erinnernten, harten
Blättern bei uns wieder kultiviert. Leicht zu erkennen
ist dieser asiatisch anmutende, auffällige Baum auch im
Herbst an den gelblichen, sauer riechenden,
kirschgroßen Früchten der weiblichen
Pflanzen.
Ginkgoblätter werden getrocknet
zu Tee aufgegossen und erfolgreich eingesetzt bei
Durchblutungsstörungen der Beine, des Herzens und des
Hirns (Schwindel, Gedächtnisschwäche, depressive
Verstimmung, sowie bei Ohrensausen und
Kopfschmerzen).
Die
Blätter der Ginkgobaumes enthalten unter anderem
mehrere Flavone, Flavonglykoside und Terpenlactone, die auch als
Fertigarzneimittel im Handel erhältlich sind.
Ginseng:
Panax
ginseng ,
Koreanischer Ginseng.
Araliaceae, Familie der
Efeugewächse .
Die Wurzel
(radix)
der ostasiatischen "echten Ginsengpflanze" findet
therapeutische Anwendung als Universalmittel, speziell auch
als stimulierendes und tonisches Herz- und Kreislaufmittel,
Aphrodisiakum, Antidepressivum und Nervennahrung.
In Ostasien wird sie seit 5000 Jahren verwendet und besitzt
- entgegen jeder Skepsis, mit der man zurecht einer
"Allroundheilpflanze" begegnen sollte - eine Anzahl
bewiesener Wirkungen. Neben den allgemein anregenden
Eigenschaften ist sie Immunstimulanz, fördert den
Aufbau von Körpereiweiß, verbessert Merk- und
Konzentrationsfähigkeit, ebenso wie die seelische und
körperliche Belastbarkeit.
Daneben übt die Wurzel dieser kniehohen,
schattenliebenden Pflanze mit gefiederten Blättern und
roten Beeren günstigen Einfluß auf
Altersdiabetes, Depressionen in den Wechseljahren und auf
nachlassende Lust an sexuellen Aktivitäten aus.Sie regt
den Stoffwechsel an, reguliert den Blutfettspiegel und senkt
den Blutdruck.
Ginseng ist ein gutes Lungenmittel und kann bei chronischen
Atemwegserkrankungen die Genesung beschleunigen.
Die Wirkungen treten verzögert ein und beruhen auf den
Inhaltsstoffen Glykoside, Saponine, ätherischem
Öl ,
Bitterstoff und Vitamin P = Bioflavonide der Ginsengwurzel. Bei
Überdosierung können Durchfall und Schlaflosigkeit
eintreten
Eleutherococcus senticosus,
Taigawurzel, Sibirischer Ginseng:
Der Sibirische Genseng ist bei uns seit den dreißiger
Jahren bekannt und in Verwendung. Ebenso wie beim
Koreanischen Ginseng nutzt man getrocknete Teile der Wurzel
in Form von Kapseln und Tee, um die geistige und
körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Mit
Taigawurzel verbesserten sowjetische Wanderervölker
ihren Gesundheitszustand und ihr
Durchhaltevermögen.
Bei nervösen Erschöpfungszuständen und
Energiemangel fördert seine Einnahme die Ausdauer. So
empfielt er sich stark beanspruchten Berufsgruppen, wie
körperlich und geistigen Schwerarbeitern,
Leistungssportlern, überlasteten Hausfrauen,
älteren Menschen und Schulkindern.
Eleutherokokkus hilft mit seinen ausschließlich
positiven Eigenschaften, wenn Streß zum Problem wird.
Er enthält natürlich belebende Wirkstoffe, die den
gesamten Organismus kräftigen und die Abwehrkräfte
mobilisieren. Er gilt als "Adoptogen", d.h. er erhöht
die Anpassungsfähig des Organismus an egal welche
Belastungen.
Eleutherokokkus enthält wie panax ginseng die gleichen
aromatische Strukturen - wie z. B. Lignan - und wird darum
ähnlich gebraucht. Allerdings fehlen die
Ginsenoside.
Sibirischer Ginseng wirkt normalisierend,
wiederstandserhöhend, heilungsfördernd und
schützt vor Streß und dessen Folgen.
Bei Bluthochdruck darf Taigawurzel nicht verwendet werden.
Weitere Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
sind nicht bekannt.
Auch die Gründe der beschriebenen positiven Wirkungen
sind noch nicht ausreichend erforscht.
Sibirischer Ginseng als solcher ist leider bei uns sehr
schwer erhältlich. Rußland exportiert ihn in Form
von Wurzelextrakten.
Gotu
Kola:
Centella
asiatica
Asiatisch-indische Heilpflanze; ihre
oberirdischen Teile wirken harntreibend und werden im Form
von Kombinationstees als beruhigendes Nervenmittel zu
Streßbewältigung, gegen Überantrengung der
Augen, für geistige Gelassenheit und klares Denken
verwendet. Sie üben zudem eine kühlende und
kräftigende Wirkung aus.
Jedoch zur
Warnung: Gotu Kola kann in höherer Dosierung
Kopfschmerzen auslösen und vorhandenen Juckreiz
verstärken.
Hagebutte:
Rosa canina
(Hunds-,
Dorn-, Hagrose, Hetschepetsch, Hiefe, Honieftenstrauch)
Ordnung: Rosales
Familie: Rosaceae, Rosengewächse
meist hellrosa, selten weiße Blüten
Diese formenreiche Variante der Gattung (wildwachsender)
Rosen ist ein meist 150 cm hoher, kräftiger und
dorniger Strauch, der gelegentlich bis mehrere Meter
Höhe erreichen kann. Er wächst bevorzugt an
Waldrändern und als, bzw. im Gebüsch. Seine langen
Äste und Zweige hängen seitlich herab und tragen
unpaarig gefiederte, beiderseits und an den Sielen kahle
Blätter. Die angenehm duftenden Blüten stehen in
mehrblütigen Doldenrispen mit herzförmigen
Kronenblättern und Kelchblättern, die sich nach
dem Verblühen zurückschlagen. Der Kelchbecher
entwickelt sich zur als Hagebutte bezeichneten,
scharlachroten Scheinfrucht, ähnlich der Erdbeere und
Feige, die in ihrem Inneren zahlreiche Kerne birgt. Diese
liegen zwischen Juckreiz verursachenden silbrig
glänzenden Härchen.
Die Blütezeit ist im Juni. Das Sammelgut, die
Scheinfrüchte pflückt man bei Reife von Juli bis
Spätherbst.
Die getrocknteten Hagebuttenschalen liefern einen
wohlschmeckenden und zum Langzeitgebrauch geigneten
Haustee.
Frisches Hagebuttenmus und Hagebuttentee spielen als
Vitaminträger eine große Rolle und sind bei
Vitamin-C-Mangel oder erhöhtem Vitamin-C-Bedarf , z.B.
im Früjahr, Schwangerschaft, Stillzeit, Fieber und bei
vitaminarmer Ernährung (Kost in manchen Altersheimen)
als Heilmittel zu empfehlen.
Deutsche Teefirmen zerkleinern die aus den Balkanstaaten,
China und Chile importieren getrockneten Früchte zu
Feinschnitt für Aufgußbeutel. Dabei müssen
sie die Kerne und anhaftenden Härchen von den
Fruchtschalen trennen. Meist mischen sie den Hagebutten die
roten, säuerlichen Hibiskusblüten zu, um den braunroten
Aufguß farblich und geschmacklich abzurunden.
Die frische Hagebutte zählt zu den Vitamin-C-reichsten Früchten.
Bei der Bereitung von Mus und der Trocknung wird jedoch ein
geringfügiger Anteil des Vitamin C zerstört. Die
Kerne enthalten fettes und ätherisches
Öl,
aber kaum Vitamin C. Die Fruchtschalen enthalten neben
Vitamin C noch Flavone, Kohlenhydrate, Fruchtsäuren und
Vitamine des B-Komplexes.
Hanf:
Cannabis
sativa (Indischer Hanf), Apocynum
cannabinum (Amerikanischer oder Kanadischer
Hanf).
Cannabaceae, Familie der
Hanfgewächse.
Stauden
oder Kräuter ohne Milchsaft; Blattspreite gefingert
(oder gelappt beim Hopfen), Blüten
2-häusig, eingeschlechtig, zuweilen zapfenförmig;
Frucht Nüßchen.
Enthält u.v.a. Haschisch
(arab.), das aus den harzreichen Drüsenhaaren
weiblicher Pflanzen von Cannabis sativa var. indica
austretende Sekret; enthält u.a. Æ1- und Æ9-
Tetrahydrocannabinol (letzteres als das wichtigste
psychotrope Cannabinoid), sedierendes Cannabidiol,
Cannabigerol. Erzeugt einen Haschischrausch mit
unbekämpfbarem Betätigungsdrang und stark
gelockerter Phantasietätigkeit ("Bilderschnellzug")
sowie Denkstörungen (Unfähigkeit zum
Zusammenfügen von Teilinhalten, aprupte Gedankenstarre,
"Gedankenabreißen", Erinnerungsstörungen).
Hibiskus =
Malve:
Malva L.
Malvaceae, Familie der
Malvengewächse;
Zu
dieser
Familie
gehören neben den verschiedenen Malvenarten die
Strauchpappel, die Stockrose und der Eibisch.
Die zu
Genußzwecken verwendeten
Malvenblütenkelche(!) stammen von der aus Afrika
stammenden Malvenart Hibiscus sabdariffa . Die Blütenkelche
sind auch unter den Namen Karkaden und Nubiablüten
bekannt. Alle bezeichnen die nach dem Verblühen
fleischigen roten Kelche, die getrocknet einen fruchtigen
Teeaufguß ergeben, und nicht die ganze
Blüte.
In der
afrikanischen Volksheilkunde setzt man Malven als mildes
Abführ- und Fiebermittél ein.
Der hier
käufliche Hibiskustee kann im Gegensatz zum medizinisch
verordneten Eibischtee immer und unbegrenzt getrunken
werden. Er ist reich an verschiedenen Fruchtsäuren
(etwa 15 %), wobei die der Zitronensäure ähnliche
Hibiskussäure dem Tee seinen erfrischenden Charakter
verleiht. Kalt getrunken ergibt er ein optimales
Sommergetränk.
Holunder (engl.: Elder), Elderflower,
Elderberry:
Sambucus
nigra
L.,
schwarzer
Holunder
Caprifoliaceae, Familie der
Geißblattgewächse;
Der Holunder, auch Holler oder Holder genannt, ist ein
weitverbreiteter, bis zu sieben Meter hoher wildwachsender
Strauch, der als äußerst vielseitige und
wohlschmeckende Heilpflanze geschätzt wird.
Ihre Früchte, kugelige, 5 -6 mm kleine, blauschwarze,
in handtellergroßen, schirmförmigen Trugdolden
sitzende Beeren, dienen zur Herstellung köstlicher
Kompotte, Gelees, Saft, Mus, Wein oder Branntwein. Die
Holunderbeeren werden bisweilen als "Fliederbeeren"
bezeichnet, was aber nichts mit dem Zierstrauch Flieder zu
tun hat.
Reife(!) Holunderbeeren sind reich an Vitamin C, eßbar
und bekömmlich, unreife verursachen Übelkeit.
Holunderbeermus und Tee aus den getrockneten Blüten
sind Heilmittel gegen Schnupfen, Halsschmerzen, Grippe und
Allergien der Atemwege. Mus, Saft und Holunderbeerwein nimmt
man gegen Alpträume, Tee bei Diabetes und
Holunderbeermilch als Mittel bei Belastung durch Erdstrahlen
und Störfelder, die sich durch heißes Kopfweh
äußern ( Yang-Strahlung bei Stahlenbelastung
abladender Störzonen).
Im allgemeinen wirkt Holunder schweißtreibend,
harnfördernd, blutreinigend und abwehrsteigernd. Diese
Fähigkeit verdankt der Holunder ätherischen
Ölen, Cholin, Gerbstoffe, Glycoside, Flavoniden (siehe auch
Bioflavonide) und pflanzlichen
Schleimstoffe.
Hopfen:
Humulus
lupulus L.
Cannabaceae, Familie der
Hanfgewächse;
Hopfen ist eine mehrjährige, rauhaarige, rankend und
windend wachsende Pflanze aus der Familie der
Hanfgewächse. Jährlich wachsen die männlichen
und weiblichen Hopfenpflanzen erneut heran, wobei die
weiblichen zapfenartigen Fruchtstände, nachdem sie von
Hand gepflückt und getrocknet wurden, zum Bierbrauen
verwendet werden.
Sie enthalten als wirksame Bestandteile, Hopfenharze,
-öle und die Hopfenbitter Humulon und Lupulon. Durch
Oxidation letzterer bildet sich Methylbutenol - der
Hauptwirkstoff -, welcher erst nach mehrwöchiger
Lagerung entsteht. Da die befruchteten Blüten weniger
Bitterstoffe enthalten, werden die männlichen Pflanzen
sorgfältig ausgelesen, bzw gar nicht erst angebaut. Die
Vermehrung des Hopfens erfolgt über Stecklinge.
Das Hopfenbitter verleiht dem Bier den herben Geschmack,
erhöht das Schaumhaltevermögen und verbessert die
Haltbarkeit. Die Ausbildung des Aromas und damit der
Geschmack hängt überhaupt vom Hopfen selbst ab.
Beheimatet ist der Hopfen in den Auen- und Bruchwäldern
Europas. Angebaut wird dieser in Bayern (Hallertau,
Spalt..., 30 % der Welternte), in Württemberg
(Tettnang), Tschechien, Frankreich, Böhmen und in
vielen weiteren Ländern.
Man kann aus Hopfen auch Tee zubereiten, welcher eine
beruhigende Wirkung ausübt und bei Magenverstimmungen
hilft.
Bei Nervosität und Schlafstörungen mischt man 1
Teil Hopfenzapfen, oder - blüten mit 3 Teilen Baldrian
und bereitet sich daraus einen Teeaufguß zu, den man
vor dem Schlafengehen trinkt. Bei nervösen
Magenbeschwerden verwendet man für den Tee 1 Teil
Hopfen und 1 Teil frisch gequetschten Kümmel.
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